Добавить новость
World News in German
Новости сегодня

Новости от TheMoneytizer

10. Todestag von David Bowie: Ein Held für die Ewigkeit

Stern 

Immer wieder neuentdeckt und gefeiert: David Bowie ist auch zehn Jahre nach seinem Tod immer noch allgegenwärtig.

"We could be heroes / Just for one day": Als am 1. Januar die fünfte Staffel der erfolgreichen Netflix-Serie "Stranger Things" mit einem großen Finale in Spielfilmüberlänge zu Ende ging, wählten die Macher für musikalische Untermalung der Credits einen der berühmtesten Songs von David Bowie aus: Die Abrufzahlen von "Heroes" bei Streaming-Anbieten stiegen daraufhin um fast 500 Prozent, wie das Branchenmagazin "Billboard" berichtete. "David Bowie wird zum Gen-Z-Star" titelte der "Rolling Stone". Und das alles pünktlich nur wenige Tage vor dem zehnten Todestag der Musiklegende.

Bowie selbst hätte sicher seine Freude an diesem "Zufall" gehabt. Schließlich wirkte es im Nachhinein fast so, als hätte er – im Wissen um seine Leberkrebserkrankung – auch seinen Abschied minutiös geplant. Nur zwei Tage, nachdem an seinem Geburtstag mit "Blackstar" sein neues Album erschienen war, starb die Rock-Ikone am 10. Januar 2016 im Alter von 69 Jahren. Doch sein Tod änderte nichts an der Tatsache, dass David Bowie weiterlebt. Er ist und bleibt ein Held – für mehr als nur einen Tag.

Kein Getriebener seiner eigenen Legende

Denn auch in den letzten zehn Jahren konnte man Bowie neu und wieder entdecken – dank neuer, umfangreicher Boxsets, die verschiedene Karrierephasen beleuchteten, dank Archivausgrabungen ("Toy") und Dokumentarfilmen ("Moonage Daydream"). Schon vor seinem "Stranger Things"-Ruhm kehrten Bowie und seine Musik immer wieder ins kollektive Gedächtnis zurück – sei es durch Events wie den SpaceX-Raketenstart 2017, der mit "Life On Mars?" untermalt wurde, durch Ausstellungen ("A Day With David Bowie" ist noch bis Ende Februar in München zu sehen), Bücher (Frank Schätzings Doppel-Autobiografie "Spaceboy. Über David Bowie. Über mich") und posthume Ehrungen (2024 wurde in Paris eine Straße nach ihm benannt).

Schon zu Lebzeiten hatte Bowie sich – nachdem er zwischenzeitlich nach einem Herzinfarkt 2004 lange von der Bildfläche verschwunden war – feiern lassen. Sein Comeback-Album "The Next Day" (2013) und die Wanderausstellung "David Bowie is" (die zwischen Mai und August 2014 in Berlin zu sehen war) wurden zu großen Erfolgen. Er zog Bilanz (das Best-of "Nothing Has Changed", 2014) und bediente einmal mehr das Bild vom Außenseiter und Außerirdischen, vom ewigen Chamäleon und junggebliebenen Charmeur.

Was ihn bei allen Anstrengungen von vielen seiner Zeitgenossen unterschied: Bowie war zu diesem Zeitpunkt schon kein Getriebener seiner eigenen Legende mehr. "Es gibt diesen brennenden Ehrgeiz nicht mehr", erklärte er bereits 2002 in einem Interview mit der britischen Tageszeitung "The Observer". "Es gibt Dinge, die ich gerne mache, aber nichts davon ist entscheidend. Ich habe das Gefühl, dass ich die Person werde, die ich immer hätte sein sollen."

Wer war David Bowie?

Gerade im Falle von David Bowie war diese Aussage vielsagend: Er war stets Künstler und Kunstfigur, immer eher Popstar und Projektionsfläche als Person. Die Grenzen zwischen dem Bühnen- und der Privatmensch waren fließend: Er ging in den Rollen als Glamrock-Alien "Ziggy Stardust" oder als stylischer, von seiner Kokainsucht gezeichneter Gentleman "Thin White Duke" völlig auf.

Fast jedes seiner musikalischen Outfits saß wie maßgeschneidert: Bowie begeisterte mit Folk ("Hunky Dory", 1971), Funk und Soul ("Young Americans", 1974), Experimental- und Krautrock ("Station To Station", 1976 und "Low", 1977) und Hochglanz-Pop ("Let's Dance", 1983). Er spielte in Kinofilmen Außerirdische ("Der Mann, der vom Himmel fiel"), Vampire ("Begierde") und Bösewichte ("Labyrinth"). Und änderte sein Erscheinungsbild oft so schnell wie seine Meinung (über sich selbst): 1987 feierte er seine Karriere mit der überdimensionierten "Glass Spider"-Stadiontournee und einem Best-Of-Set, nur um kurz darauf mit Tin Machine in der Anonymität einer Rockband abtauchen zu wollen.

In diese Phase der Orientierungslosigkeit fällt auch Bowies erste Begegnung mit dem Supermodel Iman. Beide kannten sich bereits seit einiger Zeit, mussten aber erst von einem gemeinsamen Freund zu einem Blind Date überredet werden. Das Happy End folgte in Form ihrer Hochzeit 1992. Ein Neuanfang für Bowie – in vielerlei Hinsicht: "Ich habe mein Leben bis zu einem gewissen Grad in den letzten zehn Jahren stabilisiert", sagte er 2003 in einem Interview mit Rolling-Stone-Redakteur Anthony DeCurtis, zu einem Zeitpunkt als seine Tochter Alexandria gerade mal zwei Jahre alt war. "Ich bin sehr entspannt und ich mag das. Ich hätte nie gedacht, dass ich mal so ein familienorientierter Mensch sein würde."

Vom Pop-Chamäleon zum "familienorientierten Mensch"

Bowie schilderte zu dieser Zeit in einigen Gesprächen begeistert das familiäre Idyll: Er sprach übers Windelnwechseln ("Ich habe das ein paar Mal gemacht und mochte es nicht"), Kindererziehung ("Ich lese ihr oft laut vor") und über das ungestörte Leben in New York ("Wir können mit unserm Kind hingehen, wo wir wollen, in den Park, U-Bahn fahren, Dinge tun, die jede andere Familie macht"). Er, der in vielen Interviews über die Jahre klarmachte, dass er nichts bereue, sprach sogar offen über Fehler. Sein erster Sohn Duncan (aus seiner ersten Ehe mit Angela Barnett, 1970-1980) habe unter seinem Popstar-Dasein gelitten: "Ich war fürchterlich viel unterwegs, als er ein kleines Kind war. Ich vermisste vieles in diesen Jahren – und ich weiß, dass er es auch tat."

In seinen letzten Jahren genoss seine Familie für ihn höchste Priorität. Ehefrau Iman betonte immer wieder, wie "häuslich" die beiden seien. Sie erzählte auch die Anekdote, dass Bowie sich bei einer Schulaufführung seiner Tochter den anderen anwesenden Eltern mit "David Jones, Vater" vorstellte. Und auch seine wenigen öffentlichen Auftritte in seinen letzten Lebensjahren belegten die These vom Familienmenschen Bowie: Er ließ sich zur Premiere von "Moon", bei dem Sohn Duncan Regie geführt hatte, auf dem roten Teppich des "Sundance Film Festival" blicken. Er hatte eine Gastsprechrolle in "Spongebob Schwammkopf", der Lieblingszeichentrickserie seiner Tochter.

Seine Tochter tritt in seine Fußstapfen

Seine Tochter Lexi Jones, die inzwischen 25 und selbst als Malerin und Musikerin tätig ist und letztes Jahr ihr Debütalbum "Xandri" veröffentlichte, teilt auf Instagram immer wieder Erinnerungen an ihren Vater: 2022 etwa ein kurzes Video, auf dem sie mit ihm "Somewhere Over The Rainbow" singt. Jüngst, zu seinem 69. Geburtstag postete sie ein Foto, das sie als Kind mit einer Geburtstagstorte für ihren Vater zeigt: "Alles Gute zum Geburtstag, Papa, ich vermisse dich!", schrieb sie dazu. Ein Held – auch als Vater.

Читайте на сайте


Smi24.net — ежеминутные новости с ежедневным архивом. Только у нас — все главные новости дня без политической цензуры. Абсолютно все точки зрения, трезвая аналитика, цивилизованные споры и обсуждения без взаимных обвинений и оскорблений. Помните, что не у всех точка зрения совпадает с Вашей. Уважайте мнение других, даже если Вы отстаиваете свой взгляд и свою позицию. Мы не навязываем Вам своё видение, мы даём Вам срез событий дня без цензуры и без купюр. Новости, какие они есть —онлайн с поминутным архивом по всем городам и регионам России, Украины, Белоруссии и Абхазии. Smi24.net — живые новости в живом эфире! Быстрый поиск от Smi24.net — это не только возможность первым узнать, но и преимущество сообщить срочные новости мгновенно на любом языке мира и быть услышанным тут же. В любую минуту Вы можете добавить свою новость - здесь.




Новости от наших партнёров в Вашем городе

Ria.city
Музыкальные новости
Новости России
Экология в России и мире
Спорт в России и мире
Moscow.media






Топ новостей на этот час

Rss.plus





СМИ24.net — правдивые новости, непрерывно 24/7 на русском языке с ежеминутным обновлением *