María Corina Machado widmete ihren Friedensnobelpreis dem US-Präsidenten. Jetzt will die 58-Jährige offenbar noch einen Schritt weitergehen. US-Präsident Donald Trump hat erklärt, er würde den Friedensnobelpreis von der venezolanischen Oppositionsführerin María Corina Machado annehmen. "Ich habe gehört, dass sie das tun will, es wäre eine große Ehre", sagte Trump in einem Interview mit dem Fox-News-Moderator Sean Hannity. Dass er den Preis nicht direkt vom norwegischen Nobelkomitee erhalten habe, sei dagegen "eine große Schande für Norwegen" so Trump. Machado hatte zuvor angedeutet, sie könne den Preis an Trump weiterreichen, auch wenn eine offizielle Weitergabe der Auszeichnung nach den Statuten des Nobelkomitees ausgeschlossen ist. Nach US-Militärintervention : "Es könnte ein heilloses Chaos ausbrechen" Newsblog : Alle aktuellen Nachrichten zu Donald Trump und den USA Machado ist die bekannteste Oppositionsführerin Venezuelas und wurde im vergangenen Jahr mit dem Friedensnobelpreis für ihren Einsatz für einen friedlichen Übergang von der autoritären Herrschaft zur Demokratie ausgezeichnet. Sie lebte zeitweise im Untergrund, doch gelang mit amerikanischer Hilfe nach Oslo, um dort im Dezember den Preis persönlich entgegenzunehmen. Trump und Machado wollen sich in Washington treffen Ein mögliches Treffen steht wohl kurz bevor. Trump erklärte, Machado werde voraussichtlich nächste Woche nach Washington kommen, "entweder am Dienstag oder am Mittwoch". Bei einem Treffen mit Führungskräften von Ölkonzernen sagte er laut US-Medien, er müsse "mit ihr sprechen" und halte es für "sehr gut, dass sie kommen möchte". Machado hatte ebenfalls bei Fox News erklärt, aus ihrer Sicht habe Trump den Friedensnobelpreis "verdient". Bereits nach der Bekanntgabe der Auszeichnung hatte sie den Preis Trump gewidmet. Die Oppositionsführerin lobt Trump bereits seit Monaten öffentlich und stellte sich demonstrativ an seine Seite. Machado begrüßte auch das militärische Eingreifen der USA ausdrücklich und dankte Trump öffentlich für die Festnahme Maduros. Sie bezeichnete eine mögliche Weitergabe als Zeichen der Dankbarkeit des venezolanischen Volkes für die Absetzung von Machthaber Nicolás Maduro, bei der rund 80 Menschen getötet worden waren. Donald Trump äußerte sich jedoch zurückhaltend über die Oppositionsführerin. Nach der Entführung Maduros ging Machado politisch leer aus. Der US-Präsident erklärte, sie verfüge in Venezuela nicht über den nötigen Rückhalt, um das Land zu führen. "Sie ist eine sehr nette Frau, aber ihr fehlt der Respekt der Bevölkerung", erklärte der US-Präsident. Weitergabe offiziell ausgeschlossen Unabhängig von den politischen Signalen ist eine formelle Weitergabe des Friedensnobelpreises nicht möglich. Das Nobelpreiskomitee stellt in seinen Statuten klar: "Ein Nobelpreis kann weder aberkannt, geteilt noch an andere übertragen werden. Sobald die Vergabe bekannt gegeben wurde, ist die Entscheidung endgültig." Auch Alfred Nobels Testament sehe keine solche Möglichkeit vor. Das Komitee kommentiere "aus Prinzip" nicht, was Preisträger nach der Verleihung mit der Auszeichnung machten. Man verfolge jedoch "die künftigen Bemühungen der Preisträger aufmerksam", heißt es weiter. Eine Übergabe an Trump könnte daher nur symbolischen Charakter haben.