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Risiko für Wintersportler: Hohe Lawinengefahr vom Allgäu bis nach Frankreich

Stern 

Derzeit braucht es nicht viel, um in den Alpen eine Lawine auszulösen. Fachleute warnen vor einer kritischen Lage in den Bergen. Zwei Menschen wurden bereits verschüttet.

Nach den jüngsten Schneefällen ist die Lawinengefahr in den Alpen gestiegen. Von den Allgäuer Alpen in Bayern bis zu den französischen Alpen wurde für Sonntag vielerorts große Lawinengefahr ausgerufen – die vierte von fünf Warnstufen. Zwei Skifahrer im französischen Val d’Isère starben wegen einer Lawine abseits der Piste, wie Medien unter Berufung auf eine Mitteilung des Tourismusbüros des Skiorts berichteten.

Den Berichten zufolge wurden die zwei Menschen unter 2,5 Metern Schnee verschüttet. Mitglieder ihrer Gruppe, die auf der Piste geblieben waren und auf ihre Rückkehr warteten, alarmierten demnach die Rettungskräfte. Diese konnten die Verunglückten jedoch nicht wiederbeleben, nachdem sie sie erreicht hatten. Den Angaben nach konnten die zwei Toten nur dank ihrer Mobiltelefone geortet werden.

Laut dem Lawinenwarndienst Bayern herrscht in den Allgäuer Alpen oberhalb der Waldgrenze große Gefahr. Darunter besteht erhebliche Gefahr (Stufe 3). Das Hauptproblem sei der sogenannte Triebschnee. Dabei handele es sich um spröde Schneemassen, die vom Wind verfrachtet wurden, hieß es. Lawinen könnten schon bei geringer Belastung oder sogar ohne menschliche Einwirkung abgehen.

Kritische Verhältnisse in den Alpen wegen Lawinengefahr

In Österreich müsse auch im Westen Tirols und in Vorarlberg mit solchen spontanen Lawinen gerechnet werden, hieß es von den Warndiensten des Alpenlandes. "Die Gefahrenstellen sind zahlreich und auch für Geübte kaum zu erkennen", so die Tiroler Fachleute, die wie ihre bayerischen Kollegen vor großen Lawinen warnten. "Große Vorsicht und Zurückhaltung sind nötig", hieß es.

Die aktuellen Gefahrenkarten zeigen auch vom Osten bis zum französischsprachigen Westen der Schweiz und weit nach Frankreich hinein ein rotes Band mit hoher Risikostufe. Für Skiwanderer und andere Tiefschnee-Wintersportler seien die Verhältnisse im ungesicherten Gelände abseits der Pisten "sehr kritisch", hieß es vom Schweizer Warndienst SLF.

Die Lawinenlageberichte dienen nicht nur Bewohnern alpiner Gebiete, sondern vor allem auch Wintersportlern wie Skitourengehern zur Einschätzung der weißen Gefahr. Er hat fünf Stufen, die von gering über mäßig und erheblich bis zu groß und sehr groß reichen. Auch bei den zwei untersten Stufen ist Vorsicht geboten: Mehr als ein Drittel aller Lawinentoten ist diesen Risikolagen zuzurechnen.

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