Gegen den FC St. Pauli sah Borussia Dortmund bereits wie der sichere Sieger aus. Dann schlug das Kellerkind zurück. Am Ende entschied ein Elfmeter die Partie. Borussia Dortmund hat zum Auftakt in die Rückrunde der Fußball-Bundesliga einen Patzer in letzter Sekunde vermieden. Der BVB besiegte am Samstagnachmittag den Abstiegkandidaten FC St. Pauli vor heimischem Publikum mit 3:2 (1:0). Dabei verspielte das Team von Niko Kovač zwischenzeitlich eine Zwei-Tore-Führung. Am Ende durfte der BVB aber trotzdem jubeln. Dortmund war kurz vor der Pause durch Julian Brandt in Führung gegangen (45.+1 Minute). Im zweiten Abschnitt erhöhte der BVB dann durch Karim Adeyemi (54.). St. Pauli gelang jedoch durch James Sands der Anschlusstreffer (62.). Ricky-Jade Jones traf für die Hamburger kurz darauf zum Ausgleich (72.). Der Torschütze brachte in der Nachspielzeit aber Maximilian Beier im Strafraum zu Fall. Denn fälligen Strafstoß verwandelte Emre Can zum Sieg (90.+5). So lief das Spiel BVB-Trainer Niko Kovač hatte erneut Stürmer Fábio Silva den Vorzug gegenüber Torjäger Serhou Guirassy gegeben, der bis zur 71. Minute nur auf der Bank saß. Anstelle von Maximilian Beier erhielt Adeyemi eine Bewährungschance von Beginn an, für Niklas Süle begann Can in der defensiven Dreierreihe. Doch die Änderungen verhalfen dem BVB nicht zu mehr Spielfreude. Zwar hatte Brandt bereits in der 13. Minute eine Großchance, bei der Hauke Wahl für seinen Torhüter Nikola Vasilj rettete. Aber ansonsten hatte Dortmund Mühe, für Torgefahr zu sorgen. Also musste ein direkter Freistoß her, den Brandt (26.) so knapp vorbeischoss, dass die Stadionregie bereits die Torhymne einspielte. Nur Sekunden später war Kobel gegen Mathias Pereira Lage hellwach (27.), Can (39.) unterlief fast ein Eigentor. St. Pauli hielt gut mit und war in einem zerfahrenen Spiel sogar phasenweise das bessere Team. Erst unmittelbar vor der Pause besorgte Brandt die Führung, als er eine Hereingabe des bis dahin unauffälligen Adeyemi über die Linie drückte. Den zweiten Durchgang eröffnete der BVB schwungvoller, um schnell den zweiten Treffer nachzulegen. Das gelang: Brandt eroberte den Ball im Aufbauspiel der Gäste, passte zu Silva, der auf den mitgelaufenen Adeyemi ablegte. In der Phase, in der der BVB endgültig die Kontrolle zu haben schien, schlug Sands per Kopf nach einer Ecke zu. Unmittelbar danach eröffnete Gäste-Trainer Alexander Blessin die Schlussoffensive: Er brachte gleich drei frische Spieler, um noch den Ausgleich zu erzwingen – unter anderem Jones kam aufs Feld. Der Engländer traf zum Ausgleich, avancierte aber letztlich zum Pechvogel, als er in der Nachspielzeit den entscheidenden Elfmeter verschuldete.