Deutschland ist fünf Monate vor Beginn der Fußball-WM auf Weltranglisten-Platz zehn abgerutscht. Grund dafür ist der Afrika-Cup. Mit dem skandalösen Finale zwischen dem Senegal und Gastgeber Marokko (1:0) ist der Afrika-Cup auf denkwürdige Weise zu Ende gegangen. Der Einzug ins Endspiel hatte für beide Teams mit Blick auf die Fifa-Weltrangliste auch positive Auswirkungen – zuungunsten der deutschen Mannschaft. Der Senegal konnte sich durch den Triumph am Sonntagabend gleich um sieben Plätze verbessern und liegt nun auf Rang 12 – noch nie waren die Westafrikaner besser platziert. Und obwohl Marokko das Heim-Turnier nicht gewinnen konnte, hatte die Endrunde ähnliche Auswirkungen. Die Nordafrikaner kletterten auf Rang acht und belegen damit die historisch beste Platzierung. Zum ersten Mal seit dem April 1998 gehört Marokko zudem zu den zehn besten Teams. Die deutsche Mannschaft rutschte dadurch auf Rang zehn ab, während Kroatien nun nur noch Elfter ist. Durch die Ergebnisse des Afrika-Cups konnten sich zwei Nationen über noch größere Sprünge freuen. Nigeria kletterte als Turnierdritter um zwölf Plätze auf Rang 26, während sich Viertelfinal-Teilnehmer Kamerun ebenfalls zwölf Teams hinter sich lässt und nun auf Platz 45 liegt. An der Spitze steht weiterhin Spanien vor Argentinien und Frankreich. Wichtig wird die Fifa-Weltrangliste vor allem bei der Gruppenauslosung von Weltmeisterschaften. Denn anhand dieser werden die jeweiligen Lostöpfe geordnet. Die jeweiligen Punkte, die die Teams bekommen, setzt sich aus einer Formel zusammen, die die Bedeutung des Spiels, die Stärke des Gegners und dessen Konföderation berücksichtigt.