Landtagswahl: CDU laut Umfrage in Rheinland-Pfalz weiter vorne
Am 22. März wird in Rheinland-Pfalz gewählt. Die CDU liegt bei der Sonntagsfrage weiter vorne. Allerdings holt die SPD auf.
Zwei Monate vor der Landtagswahl in Rheinland-Pfalz liegt die oppositionelle CDU in einer Umfrage weiter vor der regierenden SPD. Allerdings können die Sozialdemokraten um Ministerpräsident Alexander Schweitzer etwas aufholen.
Laut der Befragung des Wahlforschungsinstituts Infratest dimap im Auftrag des SWR-Politikmagazins "Zur Sache Rheinland-Pfalz!" kam die CDU wie bei der letzten Umfrage im Oktober unverändert auf 29 Prozent der Stimmen. Die SPD legte um drei Prozentpunkte zu und käme aktuell auf 26 Prozent.
Die AfD würde einen Prozentpunkt verlieren und 18 Prozent erreichen. Die Grünen würden unverändert 10 Prozent bekommen, die Linke käme den Angaben zufolge ebenfalls wie im Oktober auf 6 Prozent und hätte damit Aussichten, erstmals in den Landtag einzuziehen. Die Freien Wähler kämen auf 4 Prozent, alle übrigen Parteien zusammen auf 7 Prozent, darunter auch die FDP und das BSW.
Geteilte Echo bei Bewertung der Landesregierung
Die Daten basieren laut SWR auf einer repräsentativen Telefon- und Online-Befragung vom 14. bis 20. Januar, die Infratest dimap unter 1.151 wahlberechtigten Rheinland-Pfälzerinnen und Rheinland-Pfälzern durchführte.
Der Landtag wird am 22. März gewählt. Umfragen spiegeln grundsätzlich nur das Meinungsbild zum Zeitpunkt der Befragung wider und sind keine Prognosen auf den Wahlausgang. Sie sind generell immer mit Unsicherheiten behaftet - unter anderem erschweren nachlassende Parteibindungen und immer kurzfristigere Wahlentscheidungen den Meinungsforschungsinstituten die Gewichtung der erhobenen Daten.
In der aktuellen Infratest Dimap-Umfrage erhielt die Arbeit der aktuellen Ampel-Koalition in Mainz aus SPD, Grünen und FDP erhält ein geteiltes Echo. 44 Prozent der befragten Rheinland-Pfälzerinnen und Rheinland-Pfälzer zeigten sich zufrieden mit der Regierungsleistung, 50 Prozent unzufrieden.
Direktwahl: Schweitzer deutlich vor Schnieder
Zwei Monate vor dem Urnengang favorisieren die Rheinland-Pfälzerinnen und Rheinland-Pfälzer für die kommenden fünf Jahre eher eine Landesregierung unter SPD-Führung, auch wenn die CDU in der Sonntagsfrage vorne liegt.
So wünschen sich laut der Umfrage 37 Prozent die Sozialdemokraten an der Regierungsspitze, knapp ein Drittel (31 Prozent) bevorzugt eine CDU-geführte Landesregierung. Knapp jeder Fünfte (19 Prozent) wünscht sich demnach ein von der AfD geführtes Kabinett.
Könnte der Regierungschef direkt gewählt werden, käme Amtsinhaber Schweitzer (SPD) aktuell auf 34 Prozent. CDU-Spitzenkandidat Gordon Schnieder käme der Umfrage zufolge auf 14 Prozent, der AfD-Spitzenkandidat Jan Bollinger auf 8 Prozent. 44 Prozent der Befragten waren unentschieden oder machten keine Angabe.
Und welche Themen beschäftigen die Rheinland-Pfälzer?
Bei den aktuell drängendsten Problemen in Rheinland-Pfalz stehen Bildungsfragen ganz oben (29 Prozent), gefolgt von Zuwanderung (22 Prozent) und Mobilität (18 Prozent). Als weitere Themen werden Wirtschaft (13 Prozent), Gesundheit (10 Prozent), Wohnen (8 Prozent), soziale Ungerechtigkeit (8 Prozent) und die Haushaltslage (7 Prozent) genannt.
Der CDU wird dem "Rheinland-Pfalz-Trend" des SWR zufolge mit 26 Prozent am ehesten zugetraut, die wichtigsten Probleme in Rheinland-Pfalz zu lösen. Dabei wird der Partei vor allem in Fragen der Wirtschaft und der inneren Sicherheit die größere Sachkompetenz zugeschrieben.
Der SPD trauen 22 Prozent der Befragten zu, die wichtigsten Probleme zu lösen. Sie liegt beim Thema soziale Gerechtigkeit deutlich und bei der Gesundheitspolitik knapp vor der CDU. Der AfD trauen laut den Angaben 15 Prozent zu, die wichtigsten Probleme zu lösen.