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Kinostart "Mercy": Chris Pratt im Interview

In dem Thriller "Mercy" hat KI die Rolle der Gerichte übernommen. Chris Pratt spielt einen Gesetzeshüter, der plötzlich selbst auf der Anklagebank sitzt. Was der Schauspieler über die Technologie denkt, hat er t-online im Interview erzählt. 90 Minuten, um die eigene Unschuld zu beweisen. Mehr Zeit haben Angeklagte im Jahr 2029 nicht, bevor ihr Urteil gefällt wird. Der Richter: Künstliche Intelligenz – programmiert, um unbarmherzig und kompromisslos zu walten. Wer nicht überzeugt, wird exekutiert, sobald die Uhr abgelaufen ist. Detective Chris Raven, der die Entwicklung des Programms einst unterstützt hat, findet sich plötzlich selbst auf der Anklagebank wieder. Ihm wird vorgeworfen, seine Frau umgebracht zu haben. Ein Wettlauf gegen die Zeit beginnt. Chris Pratt spielt die Hauptrolle in dem Science-Fiction-Thriller "Mercy", der am 22. Januar in den deutschen Kinos startet. Der Schauspieler selbst steht KI "vorsichtig optimistisch" gegenüber, wie er t-online im Interview erzählt. "Ich liebe es als Werkzeug und benutze es fast jeden Tag – bewusst. Ich bin mir sicher, dass ich es jeden Tag auch unbewusst nutze, weil so viele Systeme bereits KI integrieren", sagt der 46-Jährige und betont: "Ich bin begeistert davon, aber ich bin auch sehr auf Sicherheitsvorkehrungen bedacht, da ich Vater bin und Kinder habe. Ich achte darauf, dass die Aufmerksamkeit meiner Kinder nicht von passiver, algorithmusgesteuerter Unterhaltung verschlungen wird. Das finde ich etwas beunruhigend." "Das ist es, was Menschen bewegt" Ihn beschäftige natürlich auch die Debatte, KI-Schauspieler künftig in der Filmbranche einzusetzen . Für Chris Pratt ist das unvorstellbar. "Wir wissen, dass unsere Augen visuelle Reize verarbeiten. Und wir wissen, dass unsere Ohren akustische Reize verarbeiten. Aber es gibt eine bestimmte Art von Reizen, die unsere Seele verarbeitet – und wir wissen nicht genau, welcher Teil unseres Körpers das eigentlich aufnimmt. Ich möchte gerne glauben, es ist unser Herz", so der 46-Jährige. Wenn diese Komponente fehle, werde ein Film den Zuschauer "nicht wirklich berühren. Dieses Gefühl bekommst du nicht von etwas, das nicht lebt, das keine Seele besitzt", ist er sich sicher. "Da ist eine Seele-zu-Seele-, eine Herz-zu-Herz-Verbindung zwischen einem selbst und dem Künstler – mit dieser Sehnsucht, dem Leiden und all dem, was er dafür gibt. Ich denke, das ist es, was Menschen bewegt. Und ich glaube nicht, dass man Menschen jemals mit einer künstlich simulierten Szene berühren kann." Chris Pratt steht Rebecca Ferguson als KI-Richterin Maddox gegenüber. In weiteren Rollen sind Annabelle Wallis, Kali Reis, Kylie Rogers, Chris Sullivan und Mike Tarnofsky zu sehen. Regie führte Timur Bekmambetov. "Mercy" läuft ab dem 22. Januar in den deutschen Kinos.

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