Eine leere Autobatterie ist ärgerlich. Gerade in der kalten Jahreszeit ist das eine der häufigsten Ursachen für Pannen. Was hilft? Der größte Albtraum für Autofahrer: Der Pkw springt nicht an. Wenn die Batterie immer wieder Probleme bereitet, kann das verschiedene Ursachen haben. Eine schwache Batterie, Probleme mit der Lichtmaschine oder dem elektrischen System – vieles ist möglich. Dieser Beitrag erklärt, was dahinterstecken kann und was das Auto wieder zum Laufen bringt. Häufigster Grund: Vergessene Verbraucher Oft sind vergessene Verbraucher das Problem. Die Klassiker sind brennendes Licht, Innenraumbeleuchtung oder ein nicht korrekt verriegeltes Fahrzeug, wodurch Steuergeräte aktiv bleiben und Strom ziehen. Aber auch Stromdiebe sind oft schuld an einer entladenen Batterie. Unerkannte elektrische Defekte, Kriechströme durch verschmutzte Kontakte oder ständig aktive Steuergeräte entladen die Batterie selbst im Stand. Kurzstrecken, besonders bei extremer Witterung Wird das Auto hauptsächlich im Kurzstreckenbetrieb gefahren, reicht oft die Zeit nicht aus, die benötigte Energie nachzuladen. Hinzu kommen häufig noch Verbraucher wie Licht und Heizung. Extrem kalte Temperaturen und Frost können zudem die chemischen Prozesse in der Batterie verlangsamen und so die Kapazität um bis zu 60 Prozent reduzieren. Defekte Lichtmaschine und Alter der Batterie Eine defekte Lichtmaschine kann auch Ursache für eine leere Batterie sein. Wenn die Lichtmaschine die Batterie während der Fahrt nicht mehr zuverlässig lädt, entleert sie sich selbst während des Betriebes. Auch das Alter der Batterie spielt eine Rolle. Nach etwa fünf Jahren verlieren Starterbatterien deutlich an Leistungsfähigkeit und sollten ersetzt werden. Lesen Sie auch: Warum Ihr Auto nicht anspringt – und wie Sie es verhindern Wenn die Batterie streikt: Reihenfolge bei der Starthilfe: Diese Fehler können fatal enden Welche schnellen Lösungen gibt es? Es gibt mehrere Möglichkeiten, wie man das Auto bei entleerter Batterie schnell wieder fahrbereit bekommt: Starthilfe: Rotes Kabel an den Pluspol des Spenderautos, danach an den Pluspol des Pannenautos. Das schwarze Kabel kommt an den Minuspol des Spenderautos und an einen Massepunkt aus Metall im Motorraum des Pannenautos. Zuerst das Spenderfahrzeug, dann das Pannenfahrzeug starten. Ladegerät mit Stromkabel nutzen: Die Batterie mit einem passenden Ladegerät mindestens 24 Stunden lang vollständig aufladen. Powerbank-Jump Starter: eine mobile autonome Starthilfe. Hierfür ist kein zweites Fahrzeug erforderlich. Langfristige vorbeugende Maßnahmen Mit einem Multimeter oder Batterietester lässt sich die Spannung der Autobatterie prüfen. Werte unter 12,4 Volt deuten auf einen niedrigen Ladezustand hin. Bei einer Spannung von unter zwölf Volt ist die Batterie oft nicht mehr zuverlässig. Empfehlenswert sind regelmäßige Langstreckenfahrten, mindestens 30 Minuten, damit die Lichtmaschine die Batterie vollladen kann. Autobatterie regelmäßig warten lassen Es ist wichtig, die Autobatterie regelmäßig zu warten. Auch die Kontrolle der Kontakte gehört zu einer Batteriewartung dazu. Die Batteriepole sollten sauber und fest sein, um Kriechströme zu vermeiden. Eine tiefentladene oder eine Batterie, die älter als fünf Jahre ist, gehört ausgetauscht, um Folgeschäden an der Elektronik zu vermeiden. Welche Batterie für welches Fahrzeug? Die richtige Batterie lässt sich in der Bedienungsanleitung des Fahrzeugs finden. Man kann auch die Maße und Kennzeichnungen der alten Batterie übernehmen. Im Internet gibt es Online-Batteriefinder. Diese finden die passende Batterie anhand des Fahrzeugmodells oder der Schlüsselnummer. Bei Unsicherheit sollte man jedoch besser in die Werkstatt fahren.