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"Wetten, dass..?": Das steckt wirklich hinter dem Kaulitz-Plan beim ZDF

Zwischen Nostalgie und Neuanfang: Hinter dem "Wetten, dass..?"-Comeback verbirgt sich eine großangelegte ZDF-Strategie. Wird sie aufgehen? Als Thomas Gottschalk im November 2023 ein letztes Mal auf dem berühmten Sofa von "Wetten, dass..?" Platz nahm und knapp drei Stunden später von seinem Kumpel Mike Krüger mit einem Bagger abgeholt wurde, schien das Kapitel endgültig beendet. Die ZDF-Unterhaltungsshow, einst Fixpunkt des Samstagabendprogramms, verabschiedete sich mit einem Mix aus Nostalgie und Abschiedspathos. Wie sollte eine Show, die nur in Kombination mit der Präsenz von Thomas Gottschalk zu funktionieren schien, je ohne ihn fortgesetzt werden? Drei Jahre später kehrt die Sendung zurück – mit einer personellen Überraschung. Am 5. Dezember 2026 sollen Bill und Tom Kaulitz die Neuauflage moderieren. Die Entscheidung, die zunächst wie ein kalkulierter Bruch mit der Vergangenheit wirkt, ist zugleich auch das Ergebnis längerer Überlegungen innerhalb des ZDF – und sie markiert womöglich den Beginn einer neuen "Wetten, dass..?"-Ära. Das Format soll weiterhin massenkompatibel sein Mit der Verpflichtung der Kaulitz-Zwillinge setzt das ZDF bewusst ein Zeichen. Bill und Tom, bekannt durch ihre Band Tokio Hotel und ihre medienaffine Präsenz in Podcasts und Streamingformaten, stehen für eine Generation, die sich im linearen Fernsehen nur noch selten wiederfindet. Ihr Engagement ist aber nur vordergründig ein Bekenntnis zu neuer Jugendlichkeit. "Wetten, dass..?" läuft künftig weder beim Spartenkanal ZDFneo noch beim Jugendprogramm "Funk": Das Format soll weiterhin massenkompatibel die ganze Breite der Gesellschaft ansprechen. Neues "Wetten, dass..?": "Dürfte für viele Grund zum Abschalten sein" Frank Elstner äußert sich: Was hält er von den Kaulitz-Brüdern? Reaktionen auf das Comeback: "Der absolute Tiefpunkt für das ZDF" Und genau da beginnt es, interessant zu werden. Wie kann ein 1981 entworfenes Unterhaltungskonzept, das über alle Jahrzehnte und Moderationsbesetzungen hinweg nur minimal angepasst wurde, Stammzuschauer Ü-60 abholen und zugleich junge Menschen begeistern? Bill und Tom Kaulitz mögen ein Versprechen an die junge Zielgruppe sein: Seht her, wir haben die Zeichen der Zeit verstanden. Doch für ein Publikum voller Gewohnheitsgucker ist die Neubesetzung keine Verheißung, sondern ein Verbrechen. Die t-online-Befragungen der vergangenen Tage zeigten dies deutlich: Da war von "unerträglich" die Rede, von einem "Tiefpunkt" und ein Leser schrieb "schlimmer als schlimm. Für mich als ältere Generation nicht denkbar". In den sozialen Medien und vielerorts in der Presselandschaft sah es kaum anders aus. Ein überdurchschnittlich rauer Sturm der Entrüstung? Die Entscheidung zur Rückkehr ist im ZDF keineswegs spontan gefallen. Wie aus Senderkreisen zu hören ist, habe es über Jahre hinweg Überlegungen zu einer möglichen Fortsetzung gegeben. Eine Sprecherin des Senders bestätigte t-online: "Die Überlegungen zu einer Rückkehr der Show haben uns in den vergangenen Jahren dauerhaft begleitet. Wichtig war der passende Moment. Dieser ist nun gekommen." Die Entscheidung für die Kaulitz-Brüder gerät dabei auch zum strategischen Signal in einer großangelegten Strategie. Dem ZDF ist bewusst, dass ein generationsübergreifend funktionierendes Unterhaltungskonzept heute nicht mehr bedeutet, über das lineare Fernsehen 13 Millionen Menschen anzusprechen. Neue Verbreitungswege und Sehgewohnheiten haben die absoluten Reichweiten geschmälert. Wichtiger ist eine andere Währung: Aufmerksamkeit. Die Show bleibt eine ZDF-Eigenproduktion Mit Bill und Tom Kaulitz ist dem ZDF plötzlich das gelungen, was früher "the talk of the town" oder "the water cooler moment" genannt wurde: "Wetten, dass..?" war in aller Munde – ob beim Small Talk am Waschbecken oder beim Feierabendbier in der Kneipe. Der Überraschungscoup ist gelungen, aber er ist nur der Anfang. In der Geschichte von "Wetten, dass..?" gab es im Wesentlichen zwei verschiedene Produktionsmodelle. In den wenig erfolgreichen Markus-Lanz-Jahren fungierte die "Mhoch2 TV"-Firma von Lanz als Produktionsunternehmen, ansonsten übernahm das ZDF selbst die Verantwortung – und so soll es offenbar auch bleiben. Auf Nachfrage betont der Sender: "Die Sendung ist eine Eigenproduktion des ZDF." Zugleich bleibt es ein Gemeinschaftsprojekt: Neben der deutschen Rundfunkanstalt sind auch der ORF aus Österreich und das Schweizer Fernsehen SRF an der Show beteiligt. Fragen zur finanziellen Beteiligung der Sender und zur Höhe des Budgets für die geplante Ausgabe am 5. Dezember 2026 beantwortet das ZDF nicht. Aus der Vergangenheit ist bekannt, dass das Produktionsbudget früherer Ausgaben meist zwischen 2 und 2,5 Millionen Euro pro Sendung lag. Das ist im Branchenvergleich viel Geld. Eine Ausschreibung hat das ZDF nicht vorgenommen, wohl wissend, dass preisgekrönte TV-Schmieden Mehrkosten verursachen könnten. Aber böte eine einmalige Ausgabe pro Jahr mit Eventcharakter, wie es "Wetten, dass..?" seit der Rückkehr Gottschalks im Jahr 2021 bereits war, nicht die Chance einer Modernisierung? Warum heuert das ZDF ein neues Moderationspaar an, nur um dann hinter den Kulissen zu alten Gewohnheiten zurückzukehren? "Die Sendung ist bunt, groß, verrückt" Vermutlich reicht dem Sender vorerst die mediale Strahlkraft der Neubesetzung. Zudem glaubt das ZDF an das ureigene "Wetten, dass..?"-Format in all seinen Eigen- und Besonderheiten. "Die Sendung ist bunt, groß, verrückt, manchmal skurril, aber immer wundervoll – die ideale Show für Bill und Tom Kaulitz", teilt eine Sprecherin auf Rückfrage zu konzeptionellen Anpassungen mit. Was genau die Zuschauer künftig erwarten dürfen, bleibt offen. Auf klassische Saalwetten und Promi-Paten wird das ZDF nicht verzichten. Ob die Kaulitz-Ausgabe auch digitale Komponenten oder originelle neue Elemente enthält, bleibt abzuwarten. Bei all der Sichtbarkeit und dem Echo, das "Wetten, dass..?" nach wie vor auslöst, bleibt jede Weiterentwicklung ein Wagnis – und doch muss dem ZDF klar sein: Einen Klassiker rettet man nicht mit Mutlosigkeit in die Zukunft. Bill und Tom Kaulitz könnten in dieser Hinsicht der ideale, knallbunte Testballon sein, den das ZDF benötigt, um die eigenen Grenzen zwischen Überraschung und Erwartbarem auszuloten. Die Zukunft des prestigeträchtigen Live-Formats dürfte künftig der eines Wanderpokals ähneln: Wer es in Deutschland entweder mit Eskalation, Exotik oder Extravaganz zu Ruhm und Ehre gebracht hat, bekommt das alljährliche "Wetten, dass..?"-Zepter überreicht und darf den größten TV-Zirkus unserer Zeit mit Leben füllen – und vielleicht sogar eines Tages mit seiner eigenen, innovativen Produktionsfirma im Rücken.

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