Slowenien wird bei der Skiflug-WM schon früh um Medaillenchancen gebracht. Dabei spielt ausgerechnet der Superstar eine maßgebliche Rolle. Ungewöhnlicher Zwischenfall am ersten Wettkampftag der Skiflug-WM in Oberstdorf. Im Mittelpunkt: Sloweniens Superstar Domen Prevc. Der amtierende Sieger der Vierschanzentournee konnte im ersten Durchgang nicht antreten – wegen eines Schreckmoments. Denn Prevcs Ski rutschten mitten im Wettkampf die Schanze hinunter und flogen bis in den Auslauf. Marius Lindvik aus Norwegen wartete zu diesem Zeitpunkt auf sein Startzeichen und konnte nach einer kurzen Unterbrechung schließlich springen. Ein Protest der slowenischen Mannschaft gegen die Entscheidung, Prevc nicht starten zu lassen, wurde abgelehnt. "Seit Jahrzehnten nicht erlebt, dass so etwas passiert" Der Vorfall führte letztlich dazu, dass das slowenische Team nach dem ersten Durchgang nur den achten Platz belegte und seine Medaillenchancen erheblich schmälerte. Es ging kurios weiter: Prevcs Teamkollege Timi Zajc ging zu Beginn des Finals zunächst von der Schanze. Es hieß, dass die Slowenen nicht mehr starten würden. Dies war jedoch ein Missverständnis, wie im Funkverkehr zu hören war – wenig später startete Zajc den zweiten Durchgang. Andreas Bauer, Materialchef des Weltverbands Fis, erklärte gegenüber der ARD , dass Prevc die Ski an ein Zelt gelehnt habe und diese sich von dort selbstständig gemacht hätten. Bauer betonte, dass es sich um Eigenverschulden des Slowenen handelte. Im zweiten Durchgang durfte Prevc wieder antreten, da kein Regelverstoß vorlag. Bauer sagte: "So etwas haben wir seit Jahrzehnten nicht erlebt, dass so etwas passiert."