Tarifkonflikt der Länder: 300 Beschäftigte des Uniklinikums Jena im Warnstreik
Bundesweit hat die Gewerkschaft Verdi am Dienstag das nichtärztliche Personal an 22 Unikliniken zum Warnstreik aufgerufen. Sie fordert mehr Geld für Angestellte der Länder.
Im Tarifkonflikt im öffentlichen Dienst der Bundesländer sind am Dienstag nach Gewerkschaftsangaben etwa 300 Beschäftigte des Universitätsklinikums Jena zu einem ganztägigen Warnstreik aufgerufen. Pflegekräfte, Labor- und Technikmitarbeiter und Beschäftigte weiterer Bereiche machten in einem etwa einstündigen Demonstrationszug durch das Wohngebiet Jena-Lobeda auf ihre Forderungen nach besserer Bezahlung aufmerksam.
Die Gewerkschaft Verdi hatte das nichtärztliche Personal des Klinikums zu dem Warnstreik aufgerufen. Bundesweit beteiligen sich 22 Unikliniken an dem Warnstreik, mit dem die Gewerkschaft den Druck auf die Arbeitgeberseite, die Tarifgemeinschaft deutscher Länder (TdL), erhöhen will.
Notfallversorgung gewährleistet
Die Notfallversorgung und lebenswichtige Behandlungen sind trotz des Warnstreiks gewährleistet, dies sichert nach Klinikumsangaben eine Vereinbarung mit der Gewerkschaft. Bei geplanten Untersuchungs- und Behandlungsterminen hatte das Klinikum vorab auf mögliche streikbedingte Einschränkungen hingewiesen.
Es ist bereits der zweite Warnstreik am Jenaer Uniklinikum im laufenden Tarifkonflikt. Die Gewerkschaft fordert für die Beschäftigten im öffentlichen Dienst der Länder unter anderem sieben Prozent mehr Gehalt - monatlich mindestens 300 Euro mehr – und eine Aufstockung der Zuschläge für Arbeit zu ungünstigen Zeiten, etwa nachts.