Eishockey-Star Franziska Feldmeier und Bob-Weltmeisterin Vanessa Mark zeigen sich im "Playboy". Mit ihren Fotos kämpfen sie gegen Klischees im Frauensport. Mit ihren Nacktfotos im "Playboy" setzen zwei deutsche Olympia-Sportlerinnen ein Zeichen im Frauensport. Eishockey-Nationalspielerin Franziska Feldmeier und Bob-Weltmeisterin Vanessa Mark zieren die März-Ausgabe des Männermagazins. "Ein sportlicher, muskulöser Körper kann genauso feminin und schön sein. Genau das wollte ich zeigen", erklärt die 26-jährige Feldmeier im Interview mit dem "Playboy". Die Münchnerin kämpft gegen Vorurteile wie "Du bist viel zu hübsch für Eishockey" an. Auch Mark nutzt die Plattform für eine klare Botschaft: "Jede Frau ist auf ihre eigene Art Frau." 36 Dschungelstars nackt im "Playboy": Doch vier Frauen fehlen Besonders kritisch sieht Feldmeier den Druck auf junge Athletinnen. "Ich finde es schade, dass sich junge Mädchen – egal, in welcher Sportart – überhaupt Gedanken darüber machen müssen, ob sie weiblich genug aussehen. Jungs müssen das nicht", betont der Eishockey-Star. Entscheidend sei, sich auf den Sport konzentrieren zu können, ohne dabei an das Äußere zu denken. Bob-Weltmeisterin Vanessa Mark hatte sich ebenfalls auf die Winterspiele gefreut, muss jedoch kurzfristig auf ihre Teilnahme wegen eines Knorpelschadens verzichten. Das "Playboy"-Cover ziert sie trotzdem. "Es zeigt mich nicht nur als Athletin, sondern auch als Mensch mit Höhen und Tiefen." Die Aufnahmen seien für sie "eine Anerkennung für all die Jahre harter Arbeit, auch wenn der sportliche Traum gerade pausieren muss". Die Bob-Sportlerin, die 2024 mit ihrer Kollegin Lisa Buckwitz WM-Gold holte, möchte mit ihrem Auftritt auch anderen Athletinnen helfen, anders über sich selbst nachzudenken. "Ich habe mich kürzlich mit anderen Sportlerinnen unterhalten und gefragt, wann sie sich zuletzt im Spiegel angeschaut und gedacht haben: 'Wow, ich bin hübsch.' Viele konnten das gar nicht beantworten", so die 29-Jährige. Dabei sei genau dieses Selbstbewusstsein wichtig: "Es klingt vielleicht ein bisschen selbstverliebt, aber Selbstliebe gehört einfach dazu. Wenn ich mich schlecht fühle, stelle ich mich manchmal bewusst vor den Spiegel und sage mir das – und es hilft."