Nach tödlichem Angriff: Minister: Gewalt gegen Zugbegleiter auch in Thüringen
Wie können Zugbegleiter besser vor Gewalt geschützt werden? Diese Frage spielte auch im Thüringer Landtag eine Rolle.
Zugbegleiter und Fahrkartenkontrolleure sind nach Einschätzung von Verkehrsminister Steffen Schütz (BSW) Gewalt und Hass ausgesetzt. "Dieser Mord hätte auch in Thüringen passieren können", sagte Schütz nach dem tödlichen Angriff auf einen Zugbegleiter in Rheinland-Pfalz im Thüringer Landtag in Erfurt. Es sei die Aufgabe der gesamten Gesellschaft, achtsam zu sein und ein Zeichen der Solidarität zu setzen. "Ich und die Landesregierung werden das tun."
Die Verkehrsminister der Länder wollen nach dem tödlichen Vorfall über mehr Schutz für Mitarbeiter im Nahverkehr beraten. Das kündigte der Vorsitzende der Ministerkonferenz, Bayerns Verkehrsminister Christian Bernreiter (CSU), in einer Mitteilung an. Geplant seien die Beratungen am 25. und 26. März in Lindau am Bodensee, sagte eine Sprecherin des bayerischen Verkehrsministeriums. Der Chef der Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft (EVG), Martin Burkert, hatte nach dem tödlichen Angriff von den Ländern vor allem Geld für eine Doppelbesetzung in Regionalzügen gefordert - damit nicht ein Mitarbeiter allein im Zug unterwegs sein muss.