Wolfgang Kindl kämpft im Rodeln bei den Olympischen Spielen um die Medaillen. Familiär gibt es bei ihm allerdings derzeit viel Wichtigeres als den Sport. Zwischen Videocall und Wettkampfvorbereitung: Für Österreichs Rodel-Ass Wolfgang Kindl stehen die Olympischen Spiele ganz im Zeichen besonderer Emotionen. Entspannung war vor seinem nächsten Einsatz jedenfalls kaum möglich. Der 37-Jährige erlebte die Geburt seines Kindes live per Videoanruf. Entsprechend unruhig waren die Nächte. Wolfgang Kindl erklärte: "Die letzten zwei Nächte waren definitiv mit weniger Schlaf verbunden, und nicht, weil wir Jonas Müller so lange gefeiert haben." Das sagte der Weltmeister von 2017 im Interview mit der "Kleinen Zeitung". Olympia heute live: So läuft der Tag Winterspiele in Italien: Der Medaillenspiegel bei Olympia 2026 Kindl überlegte, nach Innsbruck zu fahren Besonders die Stunden vor der Geburt seien intensiv gewesen. Kindl erzählte: "Ich bin wie auf Nadeln gesessen und in der Nacht, als es dann in der Früh dazu gekommen ist, habe ich vorher aufs Handy geschaut und gewusst: Jetzt geht es wirklich los." Kurz habe er sogar überlegt, nach Innsbruck zu fahren. "Ich habe auch echt kurz überlegt, ob ich nach Innsbruck fahren soll, aber das wäre sich nicht mehr ausgegangen." Umso größer sei die Erleichterung gewesen: "Ich bin überglücklich, dass alles gut geklappt hat. Beide sind gesund und wohlauf." Am Montag kam Kindls zweites Kind zur Welt. Zuvor war der Olympia-Zweite von 2022 im Einsitzer beim Sieg von Max Langenhan auf Rang acht gefahren. Am Mittwoch (17.51 Uhr) steht für ihn gemeinsam mit Thomas Steu der Wettbewerb im Doppelsitzer in Cortina an. Fokus ist trotz Geburt vorhanden Der Kontakt zur Familie reißt trotz Olympia-Stress nicht ab. Kindl berichtete, er sei "in ständigem Kontakt" mit seiner Frau. "Ich weiß, dass es ihnen gut geht und sie sind in besten Händen." Seine Frau Eli habe ihm zudem klar gesagt: "Eli meinte, sie hat ihre Arbeit, macht einen 24-Stunden-Job und ich habe meinen Job in Cortina zu erledigen." Sportlich zeigt sich Kindl fokussiert. "Es sind die Olympischen Spiele, ich bin froh, dass es losgeht mit Thomas. Der Fokus ist da, ich fühle mich wohl und es macht Spaß", sagte er. Die Geburt zumindest per Video miterlebt zu haben, habe ihn tief bewegt. Das sei "unglaublich" gewesen, erklärte Kindl. "Auf diese Art live dabei zu sein, ist doch nicht alltäglich. Es war sehr schön und emotional."