Das Frauen-Team des Deutschen Eishockey-Bunds steht im olympischen Viertelfinale. Dort ist die DEB-Auswahl aber krasser Außenseiter. Deutschlands Eishockeyteam der Frauen ist mit einem abschließenden Vorrundensieg gegen Gastgeber Italien ins Viertelfinale bei den Olympischen Winterspielen eingezogen. Die Auswahl des Deutschen Eishockey-Bundes gewann mit 2:1 (0:0, 1:1, 1:0) und wurde in der Gruppe B Zweiter. "Damit sind wir sehr zufrieden. Egal, wer im Viertelfinale kommt - wir wollen da unser bestes Hockey zeigen", sagte Kapitän Daria Gleißner, die sich an der rechten Schulter verletzte: "Sie ist noch dran. Wir werden uns das noch einmal anschauen jetzt, aber ich glaube, sie hält." Am Freitag trifft das Team von Trainer Jeff MacLeod entweder auf die USA oder Kanada. Beide Teams gelten als Favoriten auf die Goldmedaille. "Alles ist möglich, das sind auch nur Menschen. Das sind die Olympischen Spiele", sagte MacLeod. Die deutschen Frauen sind erstmals seit 2014 wieder bei Olympia dabei. Viertelfinal-Teilnahme beider Teams stand bereits fest Emily Nix (33. Minute) und Topscorerin Laura Kluge (59.) schossen die Tore für Deutschland, Justine Reyes (21.) traf vor rund 4000 Zuschauern in Mailand für die Gastgeberinnen. Unter den Zuschauern fieberte auch NRW-Ministerpräsident Hendrik Wüst (CDU), der in Mailand die mögliche Olympia-Bewerbung der Rhein-Ruhr-Region bewerben möchte, mit. Beide Teams standen schon vor dem Spiel als Viertelfinalisten fest. Beiden war klar, dass es dann entweder gegen Kanada oder die USA geht - und das Turnier für beide Nationen dann mit großer Sicherheit vorbei sein wird. Diese Aussicht tat dem Spiel nicht gut. Es war zerfahren und wild. "Italien hat sehr physisch gespielt, was uns in diesem Turnierverlauf bereits sehr schwer gefallen ist", analysierte Siegtorschützin Kluge von Boston Fleet aus der nordamerikanischen Profiliga PWHL. Zähes Spiel mit vielen Fehlern Beide Mannschaften trafen im Mittelabschnitt eher durch Zufall. Die Führung Italiens fiel durch einen abgefälschten Schuss und beim Ausgleich bugsierte Nix im Zusammenspiel mit einer italienischen Gegenspielerin eine Hereingabe von Kluge über die Linie. Dies war insbesondere für Deutschland recht glücklich, das im zweiten Drittel nur noch drei Schüsse auf das italienische Tor brachte. Im Schlussdrittel nutzte die DEB-Auswahl keine der insgesamt drei Überzahl-Situationen. Kurz vor dem Ende traf Kluge doch noch nach einer feinen Einzelleistung.