Herbert von Karajan war Opportunist, aber kein glühender Nationalsozialist und schon gar kein Täter; seinen Aufstieg verdankte der Dirigent "in erster Linie seinem Können, nicht seiner erkennbar nur formalen NS-Mitgliedschaft". Das sind die wesentlichen Thesen, die der Historiker Michael Wolffsohn in seinem Buch "Genie und Gewissen - Herbert von Karajan zwischen Musik und Nationalsozialismus" aufstellt, das am 19. Februar im Gustav-Mahler-Saal der Staatsoper präsentiert wird.