Englands blutige Königin: Mit Gewalt gegen Protestanten
- wie sich Heinrich VIII. für einen männlichen Nachkommen gegen den Papst stellt,
- warum die Wahl von Marias Ehemann in England für einen Aufschrei sorgt,
- was Calais mit ihrem politischen Niedergang zu tun hat,
- von ihrer Nachfolgerin Elisabeth I., Begründerin des englischen Weltreichs.
Am 18. Februar 1516 kommt Mary Tudor zur Welt. Da der einzige männliche Nachkomme ihres Vaters Heinrich VIII. bereits mit 15 Jahren stirbt, steigt sie 1553 zur ersten Königin Englands auf.
Kaum an der Macht, leitet Maria I. die Rekatholisierung ihres Reiches ein. Gilt sie zunächst noch als milde und tolerante, vom Volk umjubelte Hoffnungsträgerin, wandelt sie sich rasch zur mörderischen Monarchin. Ketzer werden unerbittlich verfolgt. Selbst abtrünnige Geistliche und Adelige in höchsten Ämtern sterben auf dem Scheiterhaufen.
In ständiger Angst vor Marias katholischem Terrorregime wendet sich das Volk von ihr ab - und jubelt regelrecht, als sie 1558 an Grippe stirbt. Was bleibt, ist eine lange Opferliste: Etwa 300 Protestanten hat Maria I. in ihren gerade einmal fünf Regierungsjahren brutal hinrichten lassen. Sie geht als "Bloody Mary" in die Geschichte ein.
Das sind unsere wichtigsten Quellen und Interviewpartner:
- Helga Schnabel-Schüle, Historikerin, Uni Trier
- Peter Wende (Hg.): Englische Könige und Königinnen der Neuzeit. Von Heinrich VII. bis Elisabeth II., München 1982
Weiterführende Links:
- Stichtag: 28. Juni 1491 - König Heinrich VIII. von England, wird geboren
- Stichtag: 8. Dezember 1542 - Königin Maria Stuart wird geboren
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Autor: Herwig Katzer
Redaktion: Christoph Tiegel und Frank Zirpins ]]>