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DAAD*: Ist jeder akademische Dialog nun unerwünscht?

Praktikum in Deutschland? Jetzt nur noch ein Traum. (Foto: Sergej Kisseljow/AGN Moskwa)

Keine Stipendien mehr …

Die Nachricht fügt sich in die Logik der jüngsten Entwicklungen: Der DAAD*, der seit Jahrzehnten studentischen Austausch förderte, wurde in Russland zur unerwünschten Organisation erklärt. In einer Pressemitteilung vom 13. Februar kündigte die Organisation die Einstellung ihrer Tätigkeit in Russland an – inklusive Schließung des Moskauer Büros und des Deutschen Wissenschafts- und Innovationshauses (DWIH). Konkret bedeutet dies: Die Ausschreibung neuer Stipendien für russische Bewerber wurde gestoppt. Bereits vergebene Stipendien für in Deutschland befindliche Studierende, Doktoranden und Wissenschaftler bleiben jedoch bestehen.

… nur Geldstrafen

Doch neben den praktischen Konsequenzen wirkt das Urteil auch emotional. Noch vor Kurzem eine angesehene Institution – im vergangenen Jahr feierte der DAAD* sein hundertjähriges Bestehen –, heute plötzlich „unerwünscht“. Noch 2024 erhielten 992 Personen aus Russland Förderung durch den DAAD*, davon 334 individuelle Stipendien. Heute droht bereits bei bloßer Zusammenarbeit mit der Organisation eine Ordnungswidrigkeit mit Geldstrafen zwischen 5000 und 50 000 Rubel.

Zum Unbehagen trägt auch der Umgang ehemaliger Stipendiaten bei. Einer von ihnen, heute in Deutschland lebend, bat die Redaktion ausdrücklich, Erwähnungen seiner Teilnahme an DAAD*-Programmen aus dem Zeitungsarchiv zu entfernen. Jahrzehnte liegen zurück, die Gesetze besitzen keine Rückwirkung – dennoch: „Löscht das lieber.“ Dieses „lieber löschen“ und „lieber nicht“ spiegelt präzise die Stimmung wider. So hatte vor einem Jahr auch der DAAD* selbst auf Anfragen der MDZ geantwortet: Lieber nicht öffentlich machen – den noch nicht ganz abgerissenen deutsch-russischen akademischen Dialog nicht unnötig „ins Licht rücken“.

Doch der vorherrschende Ton in den Reaktionen ehemaliger DAAD*-Programm-Teilnehmer ist Dankbarkeit für die gebotene Chance. Für viele war das Auslands­praktikum nicht nur eine interessante Erfahrung und Horizont-Erweiterung, sondern ein „glückliches Ticket“ in den Beruf.

Die beste Praktikumsstelle

Das ist der Redaktion der MDZ bestens bekannt. Schließlich verlief der Austausch einst in beide Richtungen: Der DAAD* vermittelte Praktika für Deutsche in russischen Unternehmen und Organisationen. Etwa im Rahmen des Programms „Russland in der Praxis“. Über dieses Programm kamen einst auch Praktikantinnen und Praktikanten aus Deutschland zur „Moskauer Deutschen Zeitung“ – darunter auch russlanddeutsche Jugendliche. Der DAAD* bot ihnen die Gelegenheit, das Land kennenzulernen. Sie sahen Russland, wie es wirklich ist, begannen es zu verstehen – und, das wagen wir zu behaupten, lieben es.

Lieber nicht

Diese Arbeit schien damals wichtig. Der Dialog, der Austausch – das war es wert, gepflegt zu werden. Und nun soll nach Angaben der Generalstaatsanwaltschaft Russlands die Tätigkeit der unerwünschten Organisationen, darunter die vom DAAD*, eine Gefahr für die verfassungsmäßige Ordnung, die Verteidigungsfähigkeit oder die Sicherheit des Staates darstellen. Heute ist es Politik. Und über die Politik schreiben – lieber nicht.

*Die Tätigkeit der Organisation wurde auf russischem Staatsgebiet als unerwünscht eingestuft.

Igor Beresin

Запись DAAD*: Ist jeder akademische Dialog nun unerwünscht? впервые появилась Moskauer Deutsche Zeitung.

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