Im Langlaufstadion der Olympischen Winterspiele war ein Grippe-Erreger in der Lüftung entdeckt worden. Es habe keine Gefahr bestanden. Jetzt ist bekannt geworden: Kurz vor den Olympischen Winterspielen Mailand und Cortina d'Ampezzo 2026 hatte ein Fund im Langlaufstadion von Tesero in Val di Fiemme das Aufsehen der Behörden erregt. In den Filtern der Lüftungsanlage waren bei einer Überprüfung Spuren des Bakteriums Coxiella burnetii nachgewiesen worden, das berichten mehrere regionale Medien. Coxiella burnetii ist der Erreger des sogenannten Q-Fiebers, einer Infektionskrankheit, die grippeähnliche Symptome verursachen kann. Das als widerstandsfähig bekannte Bakterium tritt vor allem in ländlichen Gebieten auf, wo Nutztiere gehalten werden. Als Hauptüberträger gelten Schafe, Ziegen und Rinder. Das Tesero-Stadion liegt inmitten des Trentiner Alpenraums mit viel Viehwirtschaft, was das Vorkommen mikroskopischer Spuren erklärbar macht. Olympia 2026: Goldgewinnerin greift zur Nutella-Pumpe Wiederholte Tests, die mit denselben Methoden wie in den Vortagen durchgeführt worden waren, hatten dann aber negative Ergebnisse geliefert. Die Präventionsabteilung der zuständigen Gesundheitsbehörde des Trentino (Asuit) habe bestätigt, dass der Nachweis unter den gegebenen Bedingungen kein Risiko für Athleten, Mitarbeiter oder die Öffentlichkeit dargestellt habe. Spezialkräfte der Feuerwehr Trient haben die Wettkampfstätten in den vergangenen Wochen rund um die Uhr auf nukleare, biologische, chemische und radiologische Gefahren überwacht. Kontrolliert wurden Luft, Wasserleitungen und Abwassersysteme, koordiniert durch den Katastrophenschutz Trentino, die nationale Feuerwehr und das Italienische Rote Kreuz Trentino. Abgesehen von den Coxiella-Spuren wurden bei den jüngsten Kontrollen keine weiteren auffälligen Befunde festgestellt, so Asuit. Der Vorfall sei damit weniger ein Alarmzeichen als vielmehr ein Beleg dafür, dass das Überwachungssystem funktioniert habe.