Sechs Talente, ein Sieger und viel Aufwand – doch die fertig produzierte Musikshow "Schlager, mein Leben" mit Moderator Harry Wijnvoord wird einfach nicht ausgestrahlt. Die RTL-Schlagershow "Schlager, mein Leben" mit Moderator Harry Wijnvoord wurde bereits 2022 komplett produziert, aber nie ausgestrahlt. Sogar ein Sieger stand fest. Dennoch landete das Format in der Schublade. Das berichtete jetzt das Portal "schlager.de". Für die Teilnehmenden der Show war das Konzept mit großem Einsatz verbunden. Jeder musste in seiner Heimatstadt ein eigenes Konzert organisieren und durchführen – mit mindestens 200 Gästen bei freiem Eintritt. Diese Auftritte wurden anschließend bewertet und durch Zuschauer-Votings ergänzt. Im Finale in Köln kürte Moderator Wijnvoord den Sänger Markus Hoffmann aus Oelsnitz im Vogtland zum Gewinner. Doch dann folgte die Ernüchterung: Die Sendung wurde nie gezeigt. "Dschungelcamp – Das Nachspiel": Wie RTL an Gil Ofarim scheitert "Schlagerbooom": Florian Silbereisens Show überraschend verschoben "Sehr enttäuschend" Hoffmann sagte jetzt zu "schlager.de": "Ich habe sogar einen Vertrag unterschrieben zur weiteren Zusammenarbeit mit der Produktionsfirma nach Ausstrahlung, sonst hätte ich ja gar nicht am Finale teilnehmen dürfen." Er habe bei RTL und der Produktionsfirma nachgehakt, wann das Format ausgestrahlt werde. Der Sender habe sich nicht zurückgemeldet, in der Produktionsfirma kenne man keine Details. Hoffmann erklärte, dies sei "sehr enttäuschend, da viel Zeit, Engagement und auch finanzielle Mittel in die Organisation des Konzerts investiert wurden". Auf Nachfrage des Schlagerportals reagierte RTL. Die Antwort lautete: "Grundsätzlich entwickeln und produzieren wir eine Vielzahl an Formaten, von denen letztlich nicht alle ihren Weg ins Programm finden." Dabei spielen "unter anderem die aktuelle Ausrichtung unserer Sender, die Zusammensetzung des Gesamtprogramms, Markt- und Wettbewerbsumfelder sowie wirtschaftliche Aspekte eine Rolle". Weiter hieß es: "Dass ein Format nicht ausgestrahlt wird, ist dabei keine Bewertung der Mitwirkenden oder der Produktionsleistung, sondern Ausdruck dieser redaktionellen und strategischen Abwägungsprozesse."