Super kostet plötzlich so viel wie seit Jahren nicht – und das gleich an Dutzenden Tankstellen. Was Experten jetzt für die nächsten Tage erwarten. Was zum Jahreswechsel noch undenkbar schien, ist am Dienstagmorgen Realität geworden: An mehr als 20 Kölner Tankstellen wurde laut dem Portal "ich-tanke.de" gegen 9 Uhr Super für über 2 Euro pro Liter angeboten – so teuer war der Kraftstoff bundesweit im Schnitt seit mehr als zwei Jahren nicht mehr . An der Aral-Tankstelle an der Olpener Straße in Kalk wurden sogar 2,02 Euro für E10 fällig, mehrere Tankstellen kratzten mit ihrem E10-Preis am Morgen an der 2-Euro-Marke. Auch beim Diesel nähern sich zwei Kölner Aral-Tankstellen, an der Widdersdorfer Straße und der Äußeren Kanal-Straße in Ehrenfeld, der 2-Euro-Marke. Der Anstieg vollzog sich in bemerkenswerter kurzer Zeit. Noch am Wochenende hielt sich der Aufwärtsdruck in Grenzen: Übers Wochenende legte E10 bundesweit gerade mal 1,6 Cent zu, Diesel 1,3 Cent. Doch am Montag nahm der Trend dann deutlich Fahrt auf. Iran sperrt wichtige Handelsroute: "Das Regime will Chaos stiften" Newsblog zum Krieg in Nahost: US-Botschaft angegriffen – weitere Soldaten gefallen Preise für Super, E10 und Diesel steigen in Köln stark an Laut dem SWR-Spritpreisportal lag der Kölner Tagesdurchschnitt für Super (E5) am Montag bereits bei 1,89 Euro, für E10 bei 1,83 Euro, für Diesel bei 1,81 Euro. Zum Jahreswechsel, also vor nicht einmal zehn Wochen, hatte Super noch 1,72 Euro gekostet, E10 1,66 Euro, Diesel 1,58 Euro. Beim Diesel wurde damit bereits am Montag der höchste Tagesdurchschnitt seit 2023 erreicht. Auslöser des rasanten Anstiegs ist der Iran-Krieg. Die Eskalation des Konflikts treibt den Ölpreis in die Höhe – vor allem, weil der Iran den Schiffsverkehr durch die Straße von Hormus eingeschränkt hat. Täglich passiert rund ein Fünftel der globalen Öltransporte die Meerenge. Jede Störung dort erschüttert die Energiemärkte weltweit. Wann lohnt sich Tanken derzeit? Und es könnte noch weiter nach oben gehen. "Sollte der Ölpreis nicht bald wieder nachgeben, kann der Aufwärtstrend auch über die nächsten Tage anhalten", warnt ADAC-Kraftstoffmarktexperte Christian Laberer. Selbst wenn sich die Lage am Golf beruhigt, und die Opec+ hat immerhin angekündigt, ihre Fördermengen zu erhöhen, ist schnelle Entlastung nicht garantiert: "Während steigende Ölpreise meist sehr schnell an den Zapfsäulen ankommen, dauert es bei sinkenden Preisen oft länger." Fachleute nennen das den Rakete-und-Feder-Effekt. Wer jetzt sparen will, sollte abends tanken und Preise aktiv vergleichen. "Gerade in volatilen Zeiten können die Preisunterschiede zwischen einzelnen Tankstellen besonders hoch ausfallen", so der ADAC-Experte.