Naturschutz: Sorgen um Schmetterlinge: Tierarten im kritischen Zustand
Für einige Arten wie Biber und Wildkatze gibt es gute Nachrichten: Sie breiten sich wieder aus. Doch andere Tiere verlieren ihre Lebensräume – was sind die Gründe?
Der Zustand vieler Tier- und Pflanzenarten in Hessen ist weiterhin kritisch. Hiervon betroffen seien etwa Fledermäuse und Schmetterlinge, teilte das Hessische Landesamt für Naturschutz, Umwelt und Geologie (HLNUG) in Wiesbaden die aktuelle Bilanz mit. Bei den Schmetterlingen ist der Rückgang besonders groß, weil sie extensiv genutzte Mähwiesen und Weiden als Lebensraum benötigen und diese Lebensräume immer seltener werden. Auch Fledermäuse finden wegen Baumfällungen und Gebäudesanierungen immer weniger Platz zum Leben, auch der Rückgang an Fluginsekten macht ihnen zu schaffen.
Das HLNUG untersucht alle sechs Jahre den Erhaltungszustand von nach den europäischen FFH-Richtlinien geschützten Arten und Lebensraumtypen in Hessen. Die Zahl der Arten, die sich in einem schlechten Erhaltungszustand befinden, hat den Angaben zufolge von 21 im Jahr 2007 auf 35 im vergangenen Jahr zugenommen. Ein günstiger Erhaltungszustand wird 21 Tier- und Pflanzenarten attestiert. So nehmen etwa beim Biber und bei der Wildkatze die Bestände zu – beide Arten waren durch die Jagd in Hessen ganz oder nahezu ausgerottet gewesen.