Die Straße von Hormus ist ein Nadelöhr der internationalen Schifffahrt. Laut Berichten will der Iran sie nun mit Minen blockieren. Trump spricht eine klare Drohung aus. Die USA haben nach Angaben von Präsident Donald Trump in den vergangenen Stunden zehn "inaktive Boote und/oder Schiffe zum Verlegen von Minen" vollständig zerstört. Er kündigt auf seinem Online-Dienst Truth Social an, zu einem späteren Zeitpunkt Details zu nennen. In einem vorherigen Beitrag schreibt er allerdings, dass die USA "dieselben Technologien und Raketenkapazitäten einsetzen wie gegen Drogenhändler, um alle Boote oder Schiffe, die versuchen, die Straße von Hormus zu verminen, permanent zu eliminieren". Zudem drohte der US-Präsident Teheran mit Vergeltung für eine mögliche Blockade der Straße von Hormus. "Sollten aus irgendeinem Grund Minen ausgelegt worden sein und diese nicht unverzüglich entfernt werden, wird dies für den Iran militärische Konsequenzen in einem bisher nie dagewesenen Ausmaß haben", schrieb Trump auf seiner Plattform Truth Social. Laut CNN hatte der Iran in den vergangenen Tagen rund ein Dutzend Minen in der für die Schifffahrt wichtigen Meeresenge platziert. Der Sender stützt sich dabei auf Aussagen von ungenannten Quellen. Eine der Personen sagte demnach, der Iran verfüge noch immer über das Gros seiner kleinen Boote und Minenleger. Die Streitkräfte könnten demnach Hunderte von Minen in der Wasserstraße verlegen. Der Sender CBS berichtete über entsprechende Pläne des Irans. Marine: Widerspruch zu Aussagen Trumps Die etwa 55 Kilometer breite Straße von Hormus zwischen dem Iran und dem Oman gilt als eine der wichtigsten Schifffahrtsrouten für den weltweiten Ölexport. Experten gingen bereits vor Kriegsbeginn davon aus, dass Irans Seestreitkräfte die Straße blockieren oder verminen könnten. Unterdessen hat die US-Marine hat nach Angaben von Insidern fast tägliche Bitten der Schifffahrtsbranche abgelehnt, Handelsschiffe durch die Straße von Hormus zu eskortieren. Zur Begründung habe die Marine darauf verwiesen, dass das Risiko von Angriffen derzeit zu hoch sei, sagen die Insider, die mit der Angelegenheit vertraut sind. Die Einschätzung der Marine steht im Widerspruch zu Aussagen von Präsident Donald Trump, wonach die USA im Bedarfsfall jederzeit zu Begleitschutz bereit seien, um die Transporte in der wichtigen Wasserstraße wieder aufzunehmen. Nach Angaben von General Dan Caine, dem Vorsitzenden des Generalstabs der Streitkräfte der Vereinigten Staaten, hat das US-Militär damit begonnen, Optionen für mögliche Schiffseskorten durch die Meerenge zu prüfen, falls ein entsprechender Befehl erteilt werden sollte.