Drohnen schlagen auf einem Stützpunkt nahe Erbil ein: Ein französischer Soldat stirbt, sechs werden verletzt. Wer steckt hinter dem Angriff – und wie reagiert die Regierung in Paris? Bei einem Angriff auf im Irak stationierte französische Truppen ist ein Soldat getötet worden. Weitere Militärangehörige wurden bei dem Angriff in der nördlichen Region Erbil verletzt, wie Frankreichs Präsident Emmanuel Macron mitteilte. Nach vorigen Angaben des Verteidigungsministeriums handelte es sich um einen Drohnenangriff, bei dem sechs französische Soldaten verletzt wurden. Diese seien an Ausbildungsmaßnahmen zur Terrorismusbekämpfung mit irakischen Partnern beteiligt gewesen. Die Verletzten seien sofort in das nächstgelegene medizinische Zentrum gebracht worden, hieß es. Nach Angaben des Gouverneurs von Erbil waren an dem Angriff zwei Drohnen beteiligt, schrieb die Zeitung "Le Parisien". Der Angriff erfolgte demnach auf einem Stützpunkt etwa 40 Kilometer südwestlich von Erbil, der Hauptstadt der autonomen Region Kurdistan im Irak. Wer hinter dem Angriff steckte, blieb zunächst unklar. Macron bezeichnete den Angriff auf die seit 2015 im Anti-Terror-Kampf im Irak stationierten französischen Truppen als inakzeptabel. Ihre Präsenz im Irak erfolge ausschließlich im Rahmen der Terrorismusbekämpfung. Der Krieg im Iran könne solche Angriffe nicht rechtfertigen.