Freiburg und Union Berlin waren zuletzt nicht in Topform unterwegs. Dieser Eindruck hielt auch im direkten Duell über weite Strecken. Union Berlin hat seinen Negativlauf beendet: In der 91. Minute hat Woo-Yeong Jeong die Köpenicker dann aber zum 1:0-Auswärtssieg gegen den SC Freiburg geschossen. Die Berliner konnten zuvor nur eines der vergangenen zehn Spiele gewinnen. In einem chancenarmen Duell wurde es erst in der 15-minütigen Nachspielzeit richtig dramatisch. Nach dem Rückstand forderten die Freiburger kurz vor dem Ende vergebens einen Elfmeter. Die Freiburger haben damit zum vierten Mal in Folge nicht gewonnen, bleiben in der Liga aber Achter. Union hingegen springt auf den neunten Platz und hat sieben Punkte Vorsprung auf den Relegationsrang. So lief das Spiel Ein Aktivposten aufseiten der Freiburger war in der ersten Hälfte zwar Rechtsaußen Cyriaque Irié, klare Torchancen hatte aber auch er nicht. Als der 20-Jährige nach einer Ecke aus kurzer Distanz zum Abschluss kam, warf sich ein Unioner in den Schuss. Auch die Versuche der Badener, aus der zweiten Reihe zum Torerfolg zu kommen, führten nicht zu ernsthaften Prüfungen für Unions Ersatzkeeper Matheo Raab. Auf Stammtorhüter Frederik Rönnow hatte Coach Steffen Baumgart verzichten müssen. Der Däne war am Mittwoch im Training umgeknickt, anders als erhofft reichte es nicht für den Auftritt in Freiburg. So kam Raab zu seinem ersten Bundesliga-Einsatz. Auch bei der ersten vielversprechenden Aktion des Sport-Clubs der zweiten Hälfte musste Raab aber nicht eingreifen. Knapp zehn Minuten nach dem Seitenwechsel zirkelte Derry Scherhant einen Freistoß aus zentraler Position von der Strafraumkante über das Tor. Von den Gästen kam in der Offensive wenig. Den Freiburgern mangelte es an Präzision und Ideen. Für einen kleinen Schreckmoment sorgte ein Zusammenprall zwischen Igor Matanović und Danilho Doekhi. Die mit einer Trage herbei geeilten Sanitäter konnten den Platz aber wieder verlassen. Beide konnten nach einer Behandlungspause weiterspielen. Doekhi konnte in der Nachspielzeit sogar noch über den Berliner Siegtreffer jubeln, den Jeong per Schlenzer erzielte. Danach aber blieb es spannend, denn in der insgesamt 15-minütigen Nachspielzeit warf Freiburg alles nach vorne. Raab traf Gegenspieler Bruno Ogbus bei einem Luftduell mit der Faust im Gesicht, der Elfmeterpfiff aber blieb aus. Dafür schien sich Unions Schlussmann verletzt zu haben, kurz darauf parierte er dennoch stark gegen Jan-Niklas Beste und sicherte so das 1:0.