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Bundesliga | VAR: Immer mehr fragwürdige Schiedsrichter-Entscheidungen?

Der Wirbel um die Schiedsrichterleistungen nimmt immer mehr zu. Diskutiert wird fast nach jedem Spiel. Doch ist die Kritik eigentlich berechtigt? Statistiken zeigen das Gegenteil. Die Diskussionen um Schiedsrichterleistungen reißen nicht ab – sowohl in der Bundesliga als auch international. Am Wochenende war besonders der FC Bayern nach dem 1:1 bei Bayer Leverkusen erbost. Zwei Tore aberkannt, eine Rote Karte für Nicolas Jackson, eine Gelb-Rote für Luis Díaz : Der Rekordmeister fühlte sich von Schiedsrichter Christian Dingert gleich mehrfach ungerecht behandelt. Klub-Urgestein Uli Hoeneß schwang umgehend die große Keule, Bayern-Boss Jan-Christian Dreesen äußerte sich etwas zurückhaltender, aber trotzdem mit Bestimmtheit. "Wir betrachten die Entwicklung der letzten Wochen mit Sorge", sagte Dreesen bei Sky. "Die Leistung in Leverkusen war der Höhepunkt einer Phase, in der wir immer wieder mit fragwürdigen Entscheidungen konfrontiert waren. Ob beim HSV , in Dortmund oder in Leverkusen – es gab eben immer wieder strittige Szenen, die oft gegen uns liefen." Nach Gelb-Rot gegen Díaz: "Unbegründet" – DFB weist Bayern-Einspruch ab FC Bayern: 16-jähriger Prescott könnte in der Champions League spielen Dass Klubs gerade in der Rückrunde, wenn es so langsam um die Saisonentscheidung geht, etwas dünnhäutiger reagieren und sich kritischer äußern als im September und Oktober, mag nicht überraschen. Aber die Kritik an den Schiedsrichtern und auch am Einsatz oder den Leistungen der Video-Assistenten (VAR) hat in den vergangenen Wochen recht harsche Züge angenommen. "Gerechtigkeit ist in diesem Kontext ein viel zu großer Begriff", sagte Alex Feuerherdt, Sprecher der DFB-Schiedsrichter zu t-online. "Der VAR trägt zu einer besseren Entscheidungsqualität bei, weil er gravierende Fehler herausfiltert. Aber die Annahme, dass es keine Fehler mehr geben wird, ist Unsinn." Als der VAR 2017 in der Bundesliga und zwei Jahre später in der 2. Bundesliga eingeführt wurde, entstand bei vielen der Eindruck, man könnte Fehler in der Bewertung von Fouls und anderen Spielsituationen gänzlich eliminieren. Aber dem ist nicht so. In der Analyse zur Bundesliga-Saison 2023/24 etwa stellte der DFB fest, dass es 126 korrekte Interventionen des VAR gab, die wiederum zu 123 korrekten Entscheidungen der Unparteiischen auf dem Platz führten. Dreimal stand trotz des korrekten Eingriffs des VAR am Ende dennoch eine falsche Entscheidung. Weitere achtmal blieb ein Einsatz des VAR aus. Es sitzen eben immer noch Menschen im "Kölner Keller" und bewerten in erster Instanz die Bilder. "Auch ein Harry Kane vergibt bei aller Qualität mal Torchancen", erklärte Alex Feuerherdt. In den vergangenen Wochen seien auch vonseiten der Schiedsrichter Fehler gemacht worden, aber diese habe man öffentlich adressiert. Noch immer herrscht auf den Rängen und vor den Endgeräten eine gewisse Unsicherheit darüber, wann der VAR eingreift und wann er eben nicht eingreift. Das IFAB, die internationale Fußball-Regelbehörde, hat erst kürzlich auf ihrer Jahrestagung einige Anpassungen vorgenommen und schlägt eine punktuelle Ausweitung der Eingriffsmöglichkeiten des VAR vor. So sollen künftig eindeutig falsche Eckstoßentscheidungen korrigiert werden und der VAR auch einschreiten, wenn die zweite Verwarnung bei einer Gelb-Roten Karte klar und offensichtlich falsch war. Stimmung gegenüber Schiedsrichtern wird rauer Diese Vorschläge müssen für die kommende Saison noch von der DFL adaptiert werden, kommen aber bei der WM schon zur Anwendung. Das alles wird allerdings den Druck auf das Schiedsrichterwesen in Deutschland nicht vermindern. Der VAR arbeitet weiterhin unter Zeitdruck, damit das Spiel nicht zu oft und zu lange angehalten wird. Und die Schiedsrichter auf dem Feld müssen mit der immer größeren Geschwindigkeit gerade auf Erstliganiveau klarkommen. Jedoch beobachtet Feuerherdt zugleich, dass die Stimmung rauer wird und der Fußball vielleicht auch ein Spiegelbild gesellschaftlicher Entwicklungen ist. "Das Anzweifeln von Autorität wird generell größer", sagte er. "Ärgerlich wird es für uns vor allem dann, wenn selbst vertretbare oder korrekte Entscheidungen angezweifelt oder gar skandalisiert werden." Und natürlich fühlt sich ein Team meist eher benachteiligt als bevorteilt. Der FC Bayern zum Beispiel war am Wochenende unter anderem über die Gelb-Rote Karte gegen Luis Díaz erbost. Im medialen Rummel ging dabei ein Stück weit unter, dass Jonas Hofmann in der Nachspielzeit das 2:1 für Leverkusen erzielt hätte, dieser Treffer aber aufgrund einer knappen Abseitsposition nicht gegeben wurde. Übrigens führen auch die knappen Abseitsentscheidungen seit einer Weile zu Unmutsäußerungen. Am Wochenende gab es mehrere solcher Abseitspositionen, die alle erst nach der Treffererzielung und dem entsprechenden Torjubel zurückgenommen wurden. Die Auflösung im Fernsehen und Streaming ist sicherlich verbesserungswürdig, gerade wenn es um Millimeterentscheidungen geht und das am Endgerät vielleicht nicht so gut zu erkennen ist. Manch einer wie der Ex-Bundesliga-Schiedsrichter Manuel Gräfe sagt, dass solche Abseitsbewertungen nicht "im Sinne des Fußballs" seien. "Das mag Abseits im technischen Sinne sein, aber dafür wurde die Abseitsregel nicht erfunden. Man soll sich keinen Vorteil verschaffen. Ist das ein Vorteil, wenn man überhaupt nicht erkennen kann: Ist das die Schulter, ist das der Oberarm?", sagte Gräfe. Die Premier League nutzt als einzige Liga bei Abseitsentscheidungen einen Toleranzbereich von fünf Zentimetern, doch folglich wird in England nun über den sechsten und siebten Zentimeter Abseits gestritten. "Die Reaktionen sind nicht weniger aufgeregt als bei uns", kommentierte Feuerherdt. Es steht der Eindruck im Raum, dass Schiedsrichter und Linienrichter aufgrund der Einführung des Video-Assistenten vielleicht selbst nicht mehr so gute Entscheidungen auf dem Feld treffen. Weil sie es erst einmal nicht müssen. Und weil sie womöglich ihrer Intuition weniger trauen. In der Realität sieht es aber etwas anders aus. So ergaben die Statistiken der DFB-Schiri GmbH in der Vorsaison bei richtigen Strafstoßentscheiden ohne Unterstützung des VAR lediglich eine Trefferquote von 56 Prozent. In der Hinrunde der laufenden Saison lag die Quote bei 67 Prozent. Auch die Quote hinsichtlich der Entscheidungen bei möglichen Roten Karten ist im Vergleich zur Vorsaison nach oben gegangen, während die Zahl der Eingriffe des VAR generell um 30 Prozent zurückgegangen ist. Vonseiten des DFB gibt es die Maßgabe, dass man zurück zu "starken Feldentscheidungen" kommen müsse. So hat es DFB-Schiedsrichterchef Knut Kircher formuliert. Und der VAR darf eben kein vermeintliches Allheilmittel sein, welches dann erst recht zur Abschussrampe für die fast unvermeidbare Kritik an den Offiziellen wird. "Grundsätzlich sagen wir: Wir müssen zurück zu 'klar und offensichtlich falsch'", erklärte Feuerherdt. In der Schlussphase der Bundesliga-Saison wird aber der Druck so oder so nicht abnehmen. Dafür hat man sich aktuell auch mehr denn je auf die Schiedsrichter eingeschossen.

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