Viele Jahre saß er für die SPD im Bundestag, zuletzt war er zudem Parlamentarischer Staatssekretär. Nun ist Carsten Träger gestorben. Der SPD-Bundestagsabgeordnete Carsten Träger ist mit 52 Jahren unerwartet gestorben. Das teilte die bayerische SPD am Sonntag "in tiefer Trauer" mit. Der Politiker erlitt am Samstag beim Skifahren in Tirol einen Zusammenbruch, berichten mehrere Medien übereinstimmend. Träger saß seit 2013 für den Wahlkreis Fürth im Bundestag. Er hinterlässt seine Ehefrau Claudia und zwei Töchter. Zuletzt war er Parlamentarischer Staatssekretär im Umweltministerium. Darüber hinaus fungierte er in der SPD als Vorsitzender in Mittelfranken und Co-Vorsitzender der bayerischen Landesgruppe der Bundestagsfraktion. Er war der Sohn des ehemaligen Fürther Bürgermeisters Hartmut Träger. Fürths Oberbürgermeister Thomas Jung sagte den "Fürther Nachrichten": "Das ist absolut tragisch." Träger war vor 25 Jahren sein wissenschaftlicher Mitarbeiter: "Carsten war ein richtig guter Mensch, manchmal fast zu gut für die Politik." Die Umwelt und ihr Schutz seien "seine Leidenschaft und seine Lebensaufgabe" gewesen. "Wir verlieren einen leidenschaftlichen Kämpfer für soziale Gerechtigkeit und für den Schutz unserer Lebensgrundlagen", erklärten die Landesvorsitzenden der bayerischen SPD, Ronja Endres und Sebastian Roloff. "Carsten war für viele von uns weit mehr als ein Kollege – er war Freund, Ratgeber und Vorbild."