Der Iran blockiert seit Wochen weite Teile einer der wichtigsten Handelsrouten weltweit. Die iranischen Revolutionsgarden profitieren davon auch finanziell. Die iranische Führung kontrolliert weiterhin die Straße von Hormus und verlangt mittlerweile Transitgebühren in Millionenhöhe. Bevor ein Schiff die für den weltweiten Öl- und Flüssiggastransport wichtige Route passieren kann, muss es über Vermittler die iranischen Revolutionswächter kontaktieren, berichtet der "Spiegel". Ökonom warnt: "Trump macht unglaubliche Geschäfte" Überblick: Alle Entwicklungen zum Krieg in Nahost "Die Befugnis zur Erteilung von Durchfahrtsgenehmigungen liegt bei uns", erklärte ein Sprecher des iranischen Militärs am Mittwoch in einer Videobotschaft. Eine Erlaubnis werde mittlerweile solchen Schiffen erteilt, die "weder an aggressiven Handlungen gegen Iran teilnehmen noch diese unterstützen" und nicht den USA oder Israel gehörten. Dem Bericht zufolge werden für die Genehmigung bis zu zwei Millionen US-Dollar pro Passage fällig. Hunderte Schiffe stecken noch immer fest Gleichzeitig werden viele Schiffe vom Iran auf alternative, oft längere Routen umgeleitet. Laut dem Bericht könnte der Grund hierfür Seeminen sein, die der Iran in der Zwischenzeit gelegt hatte. Aktuell sollen etwa 800 Schiffe in den Gewässern beiderseits der Straße von Hormus ankern. Die Unsicherheit vieler Reedereien, sich mit den Revolutionsgarden einzulassen, ist groß. Mehrere Wochen durfte kein einziges Handelsschiff durch die Straße von Hormus fahren, einigen gelang die Durchfahrt jedoch trotzdem. Vor Beginn des Krieges passierten etwa 120 internationale Handelsschiffe pro Tag die Meerenge. Dafür benötigten sie keine Genehmigung und mussten auch keine Transitgebühren zahlen.