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Sexismus: Pink zahlt nun doch nicht Geldstrafe, Beachhandballerinnen haben eine bessere Idee

"Schockierend" finden die norwegischen Beachhandballerinnen ihre Geldstrafe wegen zu langer Shorts. Sängerin Pink muss die Summe dennoch nicht übernehmen, der Verband zahlt.

Die norwegischen Beachhandballerinnen haben in den vergangenen Tagen für Schlagzeilen gesorgt: Ihre Entscheidung, bei der Europameisterschaft statt in den vorgeschriebenen knappen Bikinihöschen in längeren Sportshorts anzutreten, wurde international beachtet. Die Handballerinnen musste für diesen Verstoß eine Strafe in Höhe von insgesamt 1500 Euro zahlen, was für Empörung gesorgt hatte. Die US-Sängerin Pink hatte angekündigt, die Strafe zu übernehmen.

Jetzt hat sich eine der Spielerinnen dazu geäußert, wie die Sportlerinnen selbst die ganze Aufregung wahrgenommen haben. "Es ist schockierend, dass wir dafür bezahlen mussten, nicht in Höschen zu spielen", sagte Tonje Lerstad, Torhüterin des norwegischen Teams, der BBC. Dass ihre Weigerung so große Aufmerksamkeit erhielt, bezeichnete sie als "verrückt".FS Das sind die deutschen Medaillengewinner von Tokio

Norwegerinnen von Pinks Angebot überrascht

Die Geldstrafe kam für die norwegischen Spielerinnen nicht überraschend, schließlich steht die Kleidungsvorschrift so im Reglement, auch sei das Team vorher gewarnt worden. Dennoch sei die Strafe "unglaublich" gewesen: "Es ist wirklich dumm, aber wir müssen einfach weiterkämpfen."

Überwältigt waren die 24-Jährige und ihre Teamkolleginnen von der Reaktion des Popstars Pink. Die Sängerin hatte über Twitter angeboten, die Geldstrafe zu übernehmen. "Wir waren geschockt, aber es war eine wirklich wichtige Nachricht und das wissen wir zu schätzen", sagte Lerstad. Eine Spielerin hätte den Tweet in der Whatsapp-Gruppe des Teams gepostet, erzählte sie: "Alle haben gesagt: 'Wow, das ist echt krass.'"FS Die schönsten Olympia-Momente von Tokio 14.35

EHF spendet Geldstrafe

Nach tagelangen Diskussionen ist mittlerweile klar, dass der norwegische Verband gemäß den Regularien die Geldstrafe an den europäischen Handballverband EHF zahlen wird. Die EHF wiederum hat angekündigt, die Summe an "eine bedeutende internationale Sportstiftung" zu spenden, die sich für die Gleichstellung von Mädchen und Frauen im Sport einsetzt. Pink wird also nicht zahlen müssen – die Spielerinnen um Tonje Lerstad haben aber einen anderen Vorschlag: "Sie muss nichts zahlen, aber sie kann uns ein paar Tickets besorgen und wir können uns dann bei einem Konzert in unseren Shorts treffen."

Quellen: BBC / EHF

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