Lawrow: Russland begrüßt Freilassung von Maria Butina
Die in den USA zu eineinhalb Jahren Haft verurteilte Russin Maria Butina ist am Freitag aus dem Gefängnis entlassen worden. Ihr Anwalt Bob Driscoll hatte am Donnerstag mitgeteilt, ICE-Beamte sollten Butina zurück nach Russland begleiten. Butina war im Juli 2018 festgenommen worden und in Untersuchungshaft gekommen; später wurde sie in Washington verurteilt.
Russland begrüßt die Freilassung der 30-Jährigen aus dem US-Gefängnis, sagte der russische Außenminister Sergei Lawrow am Freitag vor Journalisten.
Wir sind froh, dass die US-Justiz endlich, nach einer langen Zeit des Aufschubs, die Entscheidung getroffen hat, die wir seit langem forcieren", sagte er.
Die Regierung in Moskau hatte Butinas Freilassung gefordert und von erfundenen Anschuldigungen gesprochen. Der Fall ist zu einem eklatanten Beispiel für antirussische Hysterie geworden. Butina wurde von den amerikanischen Medien schnell als "Spionin" bezeichnet und zu Unrecht beschuldigt, Sex gegen politische Gefälligkeiten eingetauscht zu haben.
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Maria kam 2016 mit einem Studentenvisum in die USA und engagierte sich aktiv in der US-Waffenlobby National Rifle Association (NRA), der US-Waffenlobby. Ihr verkündetes Ziel war es, die Waffenrechte in Russland auszuweiten, wo sie restriktiv sind.
Die US-Bundespolizei FBI hielt das Studium für eine Tarnung einer Agententätigkeit. Sie wurde am 15. Juli 2018 in Washington DC verhaftet, kurz vor dem Helsinki-Treffen des russischen Präsidenten Vladimir Putin mit seinem US-Amtskollegen Donald Trump. Das US-Justizministerium sagte, dass sie verdächtigt werde, "als Vertreterin Russlands in den Vereinigten Staaten zu handeln, indem sie Beziehungen zu US-Personen aufbaut und Organisationen infiltriert, die Einfluss auf die amerikanische Politik haben, um die Interessen der Russischen Föderation zu vertreten".
Nach ihrer Verhaftung verbrachte die russische Studentin neun Monate in Haft, zumeist in Einzelhaft, bevor sie beschuldigt wurde, als ausländischer Agent ohne Registrierung zu handeln. Die Waffenaktivistin wurdeschließlich zu 18 Monaten Gefängnis verurteilt. Ein Sprecher des Bundesgefängnisses in Tallahassee im US-Bundesstaat Florida bestätigte am Freitag, Maria Butina sei nach ihrer Freilassung Beamten der Polizei- und Zollbehörde ICE übergeben worden.
Das US-Außenministerium teilte mit, dass Butina von Miami nach Moskau fliegen wird, wo sie am Samstagmorgen ankommen wird.