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"Unabhängige Finanzexperten" fordern GEZ-Anhebung auf 18,94 Euro ab 2025

Das Ende der Abgabenliste in Deutschland ist noch nicht erreicht: Der Rundfunkbeitrag soll ab 2025 laut vorläufigen Berechnungen von sogenannten "Finanzexperten" von monatlich 18,36 Euro um 58 Cent auf 18,94 Euro steigen. Dies geht nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur aus einem am Freitag bekannt gewordenen Entwurf des "Expertengremiums" Kommission zur Ermittlung des Finanzbedarfs der Rundfunkanstalten (KEF) hervor, berichtet das Handelsblatt am Donnerstag. Die Kommission will Anfang 2024 eine endgültige Empfehlung an die Bundesländer abgeben, die das letzte Wort zur Beitragshöhe haben. Die Länder müssen sich aber eng an der KEF-Empfehlung orientieren.

Die KEF hat 16 Mitglieder, die als unabhängige Sachverständige über Qualifikationen auf verschiedenen Gebieten verfügen. Sie werden von den Ministerpräsidenten der Länder für jeweils 5 Jahre berufen. Ihre Geschäftsstelle befindet sich in Mainz und ist organisatorisch an die Staatskanzlei Rheinland-Pfalz gebunden.

Der öffentlich-rechtliche Rundfunk aus ARDZDF und Deutschlandradio wird im Wesentlichen aus Zwangsgebühren aus dem Rundfunkbeitrag finanziert, den Haushalte und Firmen zahlen müssen. Im Jahr 2022 kamen 8,4 Milliarden Euro für die Medienhäuser zusammen. Er ist damit der mit Abstand teuerste öffentlich-rechtliche Rundfunk der Welt, der immer wieder von Skandalen rund um den Verdacht der Selbstbereicherung überschattet wird.

Die öffentlich-rechtlichen Häuser bemerken, dass allein durch die Inflation ihre Kosten gestiegen seien. Demgegenüber war die Rede von einer maßvollen Anmeldung des Finanzbedarfs für die Jahre 2025 bis 2028. Die aktuelle Periode läuft noch bis Ende 2024, mindestens bis dahin gilt der monatliche Rundfunkbeitrag von 18,36 Euro.

Der öffentlich-rechtliche Rundfunk steht massiv in der Kritik. Mit 18 TV- und 74 Radioprogrammen, unzähligen Onlineauftritten, Podcast-Angeboten und Marken auf den sozialen Netzwerken wirkt das Angebot von ARD, ZDF und Deutschlandradio überdimensioniert. Jedes dritte Programm hat eigene Info-, Kultur- und Jugendsender. Doch die Zuschauer, die erreicht werden, sind im Schnitt Mitte 60 – dabei sollen die Sender ein Angebot für jedermann schaffen. Zusätzlich werfen Kritiker den GEZ-Medien eine sehr einseitige, regierungsnahe Berichterstattung vor.

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