Ein Richter in Italien hat am Montag sechs Beamte - zwei der Küstenwache und vier der Finanzpolizei - vor Gericht geladen. Ihnen wird vorgeworfen, bei einem Schiffsunglück im Jahr 2023 nahe der südlichen Stadt Cutro fahrlässig gehandelt zu haben. Damals zerschellte ein aus der Türkei kommendes Holzboot in Sichtweite des Strandes an Felsen. Über 90 Migranten an Bord kamen ums Leben. Es handelt sich um eines der schwersten Schiffsunglücke in der jüngeren Geschichte Italiens.