Eine vierte Organisation trennt sich von Mette-Marit. Der norwegische Bibliotheksverband spricht von Vertrauensbrüchen. Die norwegische Prinzessin Mette-Marit hat eine weitere Schirmherrschaft verloren. Der norwegische Bibliotheksverband hat die Zusammenarbeit mit ihr eingestellt, hieß es in einer Mitteilung der Organisation. Man habe vergeblich auf Erklärungen der Frau von Kronprinz Haakon gewartet, hieß es in der Stellungnahme des Verbandes. Zuvor war vom Königshof angekündigt worden, dass die Königsfamilie sich zu den Kontakten zwischen der Prinzessin und dem Sexualstraftäter Jeffrey Epstein äußern wolle. Das ist offenbar nicht geschehen. Nach Epstein-Enthüllungen: Nächster Rückschlag für Mette-Marit Palast bestätigt: Mette-Marit geht es schlechter Nicht im Einklang mit Werten des Verbandes "Der Vorstand ist der Ansicht, dass es problematische Aspekte im Zusammenhang mit Vertrauensbrüchen und Unwahrheiten gibt. Das Verständnis der jeweiligen Rollen war unzureichend, und die dabei zutage getretenen Werte stehen nicht im Einklang mit den Werten, für die der norwegische Bibliotheksverband eintritt", so die Mitteilung. Der Verband ist bereits die vierte Organisation, die sich von der Prinzessin trennt. Nach den Organisationen "Sex and Society" und "Council for Mental Health" hat vergangene Woche auch "Det Norske Jentekor" (Auf Deutsch: "Der Norwegische Mädchenchor") seine Zusammenarbeit mit der 52-Jährigen vorerst eingestellt. Seit 2017 war Mette-Marit dort als Schirmherrin tätig. 21 Schirmherrschaften – Verbände fordern Antworten Vor dem Bekanntwerden ihrer Kontakte zu Epstein hatte die 52-Jährige 21 Schirmherrschaften. Die meisten Organisationen wie das Blaue Kreuz, der Filmwettbewerb Amandus, das Fosse-Theaterfestival oder das Forum für Frauen- und Entwicklungsfragen haben laut dem norwegischen Nachrichtenportal Nettavisen erklärt, weitere Informationen vom Königshof haben zu wollen. Nur zwei, die Veranstalter des Sportevents Vivil-Spiele und das Internationale Kirchenmusikfestival, haben noch keine Stellungnahmen abgegeben. Am Ende Januar veröffentlichte Dokumente des US-Justizministeriums zum Fall Epstein brachten Mette-Marit in Bedrängnis: Die Kronprinzessin wird darin mehr als 1.000 Mal im Zusammenhang mit dem mittlerweile verstorbenen Finanzier erwähnt. Die Unterlagen sollen belegen, dass es sowohl E-Mail- und Telefonkontakt als auch mehrere persönliche Treffen zwischen Mette-Marit und dem verurteilten Sexualstraftäter gegeben habe. Besonders brisant sei der Vorwurf, sie habe sogar ein Treffen zwischen Epstein und ihrem Ehemann, Haakon von Norwegen , arrangiert. Nach Bekanntwerden der Enthüllungen bat die Kronprinzessin den norwegischen König um Entschuldigung. Weitere Reaktionen aus dem Palast stehen noch aus.