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Riester-Reform: Union Investment stellt neue Produkte vor – Experte warnt

Die Politik wollte mit der Riester-Reform eigentlich eine günstigere und renditestärkere Altersvorsorge ermöglichen. Doch der Marktführer setzt erneut auf aktives Management und Garantien. Das Ziel der Reform war klar: Einfacher, günstiger und vor allem ertragreicher sollte die staatlich geförderte private Altersvorsorge werden. Komplizierte und teure Produkte, wie sie im alten Riester-System möglich waren , sollten von stärker aktienbasierten Lösungen verdrängt werden, am besten per ETF-Sparplan im selbst gebauten Altersvorsorgedepot . Allerdings gibt das neue Gesetz, das am Freitag final vom Bundesrat beschlossen wurde , den Anbietern großen Spielraum, wie sie ihre neuen Produkte gestalten. Und der wird offenbar genutzt. In dieser Woche gab mit Union Investment, der Fondsgesellschaft der Volksbanken und Raiffeisenbanken, der erste Riester-Anbieter konkrete Details zu seinen neuen Produkten bekannt. Die Fondsgesellschaft will ab 2027 mehrere neue Altersvorsorgeprodukte unter dem Namen "UniVorsorge" anbieten. Dabei setzt sie auf aktives Fondsmanagement – sowohl im gesetzlich vorgesehenen Standardprodukt als auch beim eigenen Vorsorgeprodukt. Letzteres soll es in zwei Varianten geben: mit und ohne Garantie. Riester-Reform beschlossen: Das ist jetzt neu bei der Altersvorsorge Das plant Deutschlands größter Riester-Anbieter Bei der Lösung ohne Garantie sollen die Beiträge der Sparer vollständig in einen weltweit investierenden Aktienfonds fließen, der sich am Aktienindex MSCI All Countries World orientiert. Anders als bei klassischen Indexfonds, sogenannten ETFs (Exchange Traded Funds) , soll das Fondsmanagement aber aktiv eingreifen und von der Zusammensetzung des Index abweichen. Union Investment verspricht sich davon höhere Renditechancen. Kurz vor dem Rentenbeginn soll das angesparte Vermögen schrittweise in sicherere Anleihenfonds umgeschichtet werden, um starke Kursschwankungen abzufedern. Zusätzlich plant der Anbieter auch eine Variante mit vollständiger Kapitalgarantie. Dabei sollen zum Ende der Ansparphase mindestens alle eingezahlten Beiträge und staatlichen Zulagen erhalten bleiben. "Aus der Marktforschung wissen wir, dass für viele Anleger Sicherheit wichtig ist und sie sich eine 100-Prozent-Garantie wünschen", sagt Union-Investment-Geschäftsführer Jochen Wiesbach. Verbraucherschützer warnt vor bekannten Problemen Verbraucherschützer sehen solche Garantien jedoch kritisch. Die Erfahrungen mit der bisherigen Riester-Rente hätten gezeigt, dass Garantien oft zulasten der Rendite gingen, sagt Altersvorsorgeexperte Niels Nauhauser von der Verbraucherzentrale Baden-Württemberg t-online. "Produkte mit Kapitalgarantien suggerieren eine Sicherheit, die sich in der Altersvorsorge als trügerisch erweisen kann", erklärt der Experte. "Dass solche Produkte von Anlegerinnen und Anlegern gewünscht seien, kann auch Ausdruck irreführender Sicherheitsversprechen und mangelnder Transparenz über den Zusammenhang von realen Renditechancen und realen Risiken sein." Finanzexperte Nauhauser im Interview: "Das grundlegende Problem bleibt ungelöst" Kommentar zur Riester-Reform: Unbedingt Finger weg von diesen Produkten Um Verluste zu vermeiden, müssten Anbieter bei Garantieprodukten in schwachen Börsenphasen häufig Geld aus Aktien abziehen und in sicherere Anlagen umschichten. "Diese Umschichtung begrenzt zwar zunächst das Risiko, sorgt aber auch dafür, dass man die Erholungsphase nach dem Crash verpasst und auf Dauer geringere Renditen zu erwarten sind", erklärt Nauhauser. Solche Probleme seien bereits während der Finanzkrise und zu Beginn der Corona-Pandemie sichtbar geworden. Keine klassischen ETFs im Standardprodukt Bemerkenswert ist auch: Selbst im gesetzlich vorgeschriebenen Standardprodukt setzt Union Investment nicht auf klassische passive ETFs , wie sie von Verbraucherschützern zur langfristigen Altersvorsorge empfohlen werden. Stattdessen plant die Fondsgesellschaft sogenannte aktive ETFs . Dabei orientiert sich das Management zwar an einem Index, versucht aber durch Eingriffe eine bessere Wertentwicklung zu erzielen. Zum Ende der Ansparphase soll dann ein Lebenszyklusmodell greifen, um Kursschwankungen kurz vor Beginn der Auszahlphase abzufedern. "Dazu wird das Vermögen im Rahmen des Modells abhängig von der Restlaufzeit bis zum Beginn der Auszahlphase anteilig in einen europäischen Rentenfonds umgeschichtet", erläutert Wiesbach. Aktives Management bringt oft schlechtere Ergebnisse Auch diese Gestaltung des Standardprodukts sieht Verbraucherschützer Nauhauser skeptisch. "Die empirische Bilanz des aktiven Managements ist seit Jahrzehnten eindeutig", sagt er. Statt der versprochenen besseren Renditen komme bei Sparern langfristig häufig eine schlechtere Entwicklung an – insbesondere nach Kosten. "Auch die angekündigten sogenannten taktischen Abweichungen vom Index in Lebenszyklusmodellen sind letztlich Versuche des Market-Timings." Solche Strategien erhöhten die Komplexität und schmälerten langfristig häufig die Rendite. Jetzt in Aktien einsteigen? Warum das die falsche Frage ist Für den Verbraucherschützer zeigt die Ankündigung deshalb vor allem eines: "Wie wichtig ein staatlich organisiertes Standardprodukt ist, das durch hohe Transparenz, minimale Kosten und eine wissenschaftlich fundierte Anlagestrategie überzeugt." Dieses Standarddepot aus öffentlicher Hand soll zusammen mit den privaten Angeboten ab 2027 an den Start gehen. Aktuell ist jedoch noch unklar, wer das Geld der Sparer verwalten wird. Denkbar wäre die Bundesbank. Allerdings kann das Institut keine individuellen Konten führen. Auch dafür muss also noch ein öffentlich-rechtlicher Träger gefunden werden. Hohe Kosten beeinflussen Ihre spätere Rente Die Standardprodukte, die alle Anbieter im Sortiment haben müssen, sind für Einsteiger gedacht, die sich nicht zutrauen, selbst ein Altersvorsorgedepot zu bestücken. Sie dürfen maximal 1,0 Prozent pro Jahr kosten und kombinieren einen risikoarmen mit einem chancenorientierten Fonds. Zum Vergleich: Wer privat einen passiven ETF bespart, zahlt dafür oft nur 0,1 oder 0,2 Prozent jährliche Gebühren. Welchen großen Effekt schon kleinste Kostenunterschiede bei der Altersvorsorge haben, zeigen Rechenbeispiele. ETF oder Fonds: Welche Geldanlage ist besser? Hohe Gebühren, magere Leistung: Ist aktiv besser als passiv? Dass ETFs so günstig angeboten werden können, liegt daran, dass sie ohne Fondsmanagement auskommen. Sie bilden lediglich einen Index nach, beispielsweise den Industrieländer-Index MSCI World oder den noch umfangreicheren MSCI World All Countries World. Um mit teureren aktiven Fonds am Ende besser dazustehen, müssen die Fondsmanager nicht nur besser abschneiden als der breite Markt, sondern zusätzlich noch die höheren Kosten hereinholen. Wie hoch die Kosten für die Produkte von Union Investment ausfallen, will die Fondsgesellschaft erst im Herbst 2026 veröffentlichen.

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