Trump und Netanjahu setzten zu Beginn des Kriegs mit dem Iran auf einen Führungswechsel in Teheran. Nun werden brisante Details des Plans bekannt. In den ersten Tagen des Kriegs mit dem Iran hat der israelische Geheimdienst Mossad laut einem Bericht der Zeitung "Times of Israel" an einem brisanten Geheimplan zum Sturz des Regimes in Teheran gearbeitet. Die kurdische Minderheit im Iran sollte demnach eine eigene Front gegen die iranische Armee eröffnen. Berichte, wonach die USA und Israel im Kampf gegen den Iran auf die Kurden setzen, waren schon zuvor bekannt geworden. Nun enthüllte die "Times of Israel" aber ein bislang unbekanntes Detail. Demnach sollten die kurdischen Kämpfer mit Waffen ausgestattet werden, die Israels Armee zuvor im Einsatz gegen die vom Iran unterstützten radikalislamischen Terrorgruppen Hamas im Gazastreifen und Hisbollah im Libanon sichergestellt hatte. Schon zuvor waren Berichte publik geworden, wonach Israel in der Wüste des Irak ein geheimes Flugfeld unterhielt. Die temporäre Basis sollte wohl als Ausgangspunkt für Rettungsmissionen im Krieg gegen den Iran dienen. Überblick: Alle Entwicklungen im Iran-Newsblog Neue Gewalt: Netanjahu setzt sich über Trumps Wünsche hinweg Der Krieg zwischen den USA und Israel hatte Ende Februar begonnen. US-Präsident Donald Trump hatte dabei zunächst das Ziel eines Regimewechsels in Teheran ausgegeben. Ein Machtwechsel im Iran sei "das Beste", so der US-Präsident. Große Hoffnungen setzten die USA dabei in die Opposition im Iran, dazu gehört auch die kurdische Minderheit im türkisch-iranischen Grenzgebiet. Plan scheiterte an Erdoğans Bedenken So berichtete der Iran-Experte Alex Vatanka vom Middle East Institute in Washington , dass kurdische Kräfte in den ersten Wochen nach Beginn der amerikanisch-israelischen Angriffe massiv große SUVs aufkauften, die sich auch mit leichteren Geschützen bewaffnen lassen. "Die Erwartung war", so Vatanka, dass die Kämpfer in "kurdische Städte einrücken und einen Volksaufstand im Iran auslösen". Neben dem Mossad soll auch der US-Geheimdienst CIA Waffen an die Kurden liefern. "Der Plan folgte einem bekannten Muster: Luftstreitkräfte von oben, Aufstand von unten", so Vatanka. Nach Widerstand des türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdoğan stoppte der US-Präsident das Programm aber kurz nach Ausbruch des Kriegs. Erdoğan wandte sich laut Vatanka gegen die Bewaffnung einzelner kurdischer Rebellen, die Ankara als Terrororganisation einstuft. "Der Verzicht auf diese Gruppen legte die Grenzen des Umsturzplans offen", so Nahost-Experte Vatanka. Die USA und andere westliche Kräfte hatten in der Vergangenheit mehrfach auf kurdische Truppen gesetzt. So beim Sturz von Saddam Hussein 2003 im Irak und beim Kampf gegen die Rebellen der radikalislamischen Miliz des "Islamischen Staats" (IS) in Irak und Syrien nach 2015.