Deutscher Gruppengegner: Woher kommt die Abkürzung „CIV“ für die Elfenbeinküste?
Bei den WM-Spielen der Elfenbeinküste fällt die ungewöhnliche Abkürzung des Landesnamens auf: CIV. Der Hintergrund ist nicht ganz so trivial, wie man denken könnte.
Für Fußballfans ist es ein gewohnter Anblick: Links oben werden bei Übertragungen die spielenden Mannschaften mit ihrem Länderkürzel eingeblendet. Die Abkürzung für die Elfenbeinküste könnte dabei aber für Verwirrung sorgen. CIV lautet das Kürzel des afrikanischen Landes – wofür steht das?
Grundsätzlich wird für die Abkürzungen die sogenannte ISO-3166-1-Kodierliste genutzt. Manchmal kommen auch vom Internationalen Olympischen Komitee (IOC) festgelegte Kürzel zum Einsatz. In den meisten Fällen ist die Buchstabenfolge selbsterklärend, wenn sie zum Namen des Landes in englischer oder auch deutscher Sprache passt.
Abkürzung CIV für die Elfenbeinküste – das steckt dahinter
Bei der Elfenbeinküste liegt der Fall etwas anders: Auf Englisch lautet der Landesname „Ivory Coast“. Die Abkürzung CIV geht auf den Namen in der Landessprache Französisch zurück: Côte d’Ivoire.
Da es für die Elfenbeinküste diverse Bezeichnungen in verschiedenen Sprachen gibt, legte der Präsident Félix Houphouët-Boigny Côte d’Ivoire 1985 als offiziellen Landesnamen fest. Dieser sollte nicht mehr in andere Sprachen übersetzt werden, die Verwendung anderer Namen steht in dem afrikanischen Staat sogar unter Strafe.
Nichtsdestotrotz sind in anderen Ländern immer noch Übersetzungen üblich – so auch in Deutschland. Im offiziellen Gebrauch, beispielsweise durch das Auswärtige Amt, ist allerdings der offizielle Landesname Côte d’Ivoire Standard. 2018 war die Bezeichnung sogar kurz Thema im Bundestag. Auf die Nachfrage eines AfD-Abgeordnete antwortete die Bundesregierung, man vertrete „den Grundsatz, dass jeder Staat seinen Namen einschließlich der Übersetzungen selbst bestimmt“.
Von dem offiziellen Landesnamen leitet sich übrigens auch die Bezeichnung für Menschen aus der Elfenbeinküste ab. Diese werden Ivorer bzw. Ivorerinnen genannt.
Quellen: ISO, Auswärtiges Amt