Während der ersten Spielhälfte beim zweiten Auftritt der deutschen Mannschaft gibt es einen personellen Schlag. Nico Schlotterbeck muss plötzlich behandelt werden. Nach der Partie gibt es Befürchtungen. Eine ganz schwierige erste Halbzeit für die deutsche Nationalmannschaft gegen die Elfenbeinküste: Mit 0:1 ging es in die Pause, Franck Kessié schockte die DFB-Elf mit seinem Treffer in der 30. Minute, die Führung für die Ivorer war nach dem Spielverlauf nicht unverdient. Eigentlich bereits abgeschafft: Fifa begrüßt DFB-Team mit umstrittenem Namen Frecher Müller-Spruch: Wontorra peinlich berührt Doch zum Rückstand hinzu kam für Bundestrainer Julian Nagelsmann auch noch ein personeller Schlag: Verteidiger Nico Schlotterbeck verletzte sich. Die 11. Spielminute in Toronto : Der Innenverteidiger sitzt plötzlich auf dem Rasen. Teamkollege Jonathan Tah hilft ihm noch mal auf, aber Schlotterbeck ist sichtlich angeschlagen, läuft unrund. Er will es aber weiter versuchen. Die 14. Spielminute: Erneut sitzt Schlotterbeck auf dem Rasen, dieses Mal im eigenen Sechzehner. Die DFB-Betreuer laufen aufs Spielfeld, behandeln den Defensivspieler. Er hat offenbar Schmerzen am linken Sprunggelenk. Die 16. Spielminute: Schlotterbeck steht wieder bereit, kommt zurück auf den Rasen. Er beißt offenbar auf die Zähne. Draußen schickt Nagelsmann aber schon mal Antonio Rüdiger und Waldemar Anton sicherheitshalber zum Aufwärmen. Bis zur Pause hielt Schlotterbeck dann noch durch, quälte sich – und bewältigte die restlichen Minuten ohne großen individuellen Fehler, auch am zwischenzeitlichen 0:1 traf ihn keine Schuld. Dann aber ging es endgültig nicht mehr weiter. Der 26-Jährige blieb in der Kabine, Nagelsmann stellte in der Innenverteidigung um. Für ihn kam Antonio Rüdiger zur zweiten Spielhälfte in die Partie. Nach dem Spiel gab Nagelsmann ein Update: "Er hat irgendwas im Innenband, ich weiß noch nicht, was", sagte der Bundestrainer. "Er muss morgen ins MRT , es sieht leider nicht ganz so gut aus." Laut Magenta TV besteht sogar der Verdacht auf einen Innenbandriss – das würde das WM-Aus für Schlotterbeck bedeuten. Eine genaue Diagnose steht noch aus. Schlotterbeck hatte im vergangenen Jahr fast sechs Monate wegen eines Meniskusrisses im linken Knie gefehlt.