Die Fusionswelle unter den Krankenkassen läuft weiter. Nun haben zwei weitere Betriebskrankenkassen ihre Vereinigung beschlossen. Die Zahl der Krankenkassen in Deutschland sinkt weiter: Die Verwaltungsräte der beiden Kassen mkk und BKK Pfalz haben am Freitag einstimmig für den Zusammenschluss ihrer beiden Betriebskrankenkassen gestimmt. Ab 1. Januar 2027 wollen beide gemeinsam unter dem Namen mkk agieren. Noch steht allerdings eine Genehmigung durch das Bundesamt für Soziale Sicherung aus. Durch den Zusammenschluss entsteht künftig eine Krankenkasse mit insgesamt 660.000 Versicherten. Die mkk bringt rund 520.000 Versicherte in die Fusion ein, die BKK Pfalz 140.000. Für die Versicherten soll sich durch die Fusion nichts ändern – sie werden automatisch Mitglied der fusionierten Krankenkasse. Unklar ist jedoch noch, welchen Zusatzbeitrag die fusionierte Kasse erheben wird. Während die mkk derzeit einen Zusatzbeitrag von 3,5 Prozent erhebt, sind es bei der BKK Pfalz 3,9 Prozent. Mit einer Entscheidung sei aller Voraussicht nach Mitte Dezember zu rechnen, erklärte eine Sprecherin der BKK Pfalz auf Nachfrage von t-online. Mehrere Fusionen verkündet Mit dem Zusammenschluss wolle man die Voraussetzungen dafür schaffen, wirtschaftlich stabil zu bleiben und notwendige Investitionen zu stemmen, kommentierte Andreas Erb, Verwaltungsratsvorsitzender der BKK Pfalz. mkk-Vorständin Andrea Galle stimmte zu: "Die Fusion mit der BKK Pfalz stärkt uns für die Zukunft." Das Gesundheitssystem stehe angesichts steigender Ausgaben und des demografischen Wandels vor tiefgreifenden Veränderungen. In den vergangenen Wochen waren gleich mehrere Fusionen zwischen Krankenkassen beschlossen worden. So hatten die zwei Innungskrankenkassen IKK Berlin Brandenburg und IKK direkt gesund ihren Zusammenschluss zu Oktober dieses Jahres besiegelt. Die BKK Firmus gab im Juli gleich die Fusion mit zwei anderen Krankenkassen bekannt.