In Thüringen gibt es seit Jahren eine Zusammenarbeit zwischen Linke und CDU. So eine Kooperation empfiehlt Thüringens Ex-Regierungschef auch Sachsen-Anhalt. Thüringens Ex-Ministerpräsident Bodo Ramelow (Linke) hat für eine Kooperation von CDU und Linke plädiert, um eine AfD-Regierung in Sachsen-Anhalt zu verhindern. "Wer Schaden vom Land Sachsen-Anhalt abwenden will, der muss also in der Lage sein, über Parteigrenzen hinweg miteinander zu reden", sagte Ramelow dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND). "Es ist die CDU, die rumeiert, statt zu sagen: Wir arbeiten bei Themen zusammen, bei denen wir zusammenarbeiten können." Ramelow ist heute Vizepräsident des Bundestags. Neue Umfrage in Sachsen-Anhalt: Rückschlag für die CDU Landtagswahl in Sachsen-Anhalt 2026: Wahlumfragen zeigen klaren Prognose-Trend In Thüringen gibt es eine Zusammenarbeit zwischen Linke und CDU seit Jahren – die Mehrheitsverhältnisse im Landtag erfordern es, weil alle Parteien eine Zusammenarbeit mit der AfD ablehnen. In Sachsen-Anhalt drohen die Mehrheitsverhältnisse im Landtag ebenfalls kompliziert zu werden. In Umfragen liegt die als rechtsextrem eingestufte AfD teils bei 42 Prozent, die CDU folgt mit weitem Abstand mit 22 Prozent . Um eine AfD-Regierung zu verhindern, müssten die Christdemokraten mit allen in den Landtag gewählten demokratischen Parteien kooperieren. Die Linke liegt in Umfragen bei rund 13 Prozent. Ramelow distanzierte sich im Gespräch mit dem RND von Äußerungen der Co-Parteichefin Ines Schwerdtner, die dem Magazin "Stern" gesagt hatte, mit der Berliner Linken in der Regierung werde es Vergesellschaftungen geben. Parteivorsitzende sollten sich vor Wahlen zurückhaltend zu landespolitischen Themen äußern, mahnte Ramelow. "So fand ich die Äußerung von Ines Schwerdtner zur Enteignung von Wohnungsgesellschaften als Bedingung für eine Koalition in Berlin nicht sehr hilfreich."