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Bundesliga: Elversberg-Wahnsinn gegen Gladbach – Trainer erklärt Gelb-Rot

Leverkusen spielt sich nach einem Blitzstart in einen Rausch. In Gladbach fliegt der Gäste-Trainer in der Halbzeit vom Platz und jubelt spät. Bremen feiert Rückkehrer Niclas Füllkrug. Bayer Leverkusen hat einen Fehlstart in die neue Saison verhindert und souverän mit 4:0 (2:0) gegen Union Berlin gewonnen. Dabei brachte Ezequiel Fernández die Werkself bereits nach 45 Sekunden in Führung. Facundo Medina erhöhte nach 28. Minuten per Kopf. Schick (48.) und Ibrahim Maza (66.) schraubten das Ergebnis gegen hilflose Berliner weiter in die Höhe. Einen ähnlichen Blitzstart wie Leverkusen erwischte Bremen beim 3:1 (1:0) gegen RB Leipzig . Eren Dinkci traf bereits nach vier Minuten, Niclas Füllkrug feierte sein Tor-Comeback (68.) für Werder, Marco Grüll erhöhte zehn Minuten vor Schluss. Riddle Baku machte den Ehrentreffer für die Sachen (94.). Außerdem feierte Aufsteiger Elversberg dank eines Treffers von Maurice Krattenmacher in der 93. Minute einen sensationellen 4:3-Auswärtssieg bei Borussia Mönchengladbach . Zuvor hatten David Mokwa (29.), Krattenmachen (66.) und Felix Keide (80.) für die Gäste getroffen. Für Gladbach hatten von Hugo Bolin (12./44.) und Joe Scally (56.) die Tore erzielt. Zudem besiegte der SC Freiburg durch ein Tor von Maximilian Eggestein (26.) den SC Paderborn mit 1:0 (1:0). Bayer Leverkusen – Union Berlin Nach einem Angriff über halbrechts legte Grimaldo-Nachfolger Miguel Gutiérrez von der Grundlinie für Fernández auf, der nach 45 Sekunden aus kurzer Distanz sein erstes Bayer-Tor erzielte. Anders als zum Saisonstart in Elversberg war die Werkself sofort präsent. Nur Union-Keeper Fredrik Rønnow, der nach seiner Verletzungspause zurückkehrte, verhinderte mehrfach das 2:0. Doch Leverkusen blieb weiter am Drücker und erhöhte zunehmend den Druck, während von den überforderten Gästen offensiv fast nichts zu sehen war. Nach einer Ecke köpfte Schick nach knapp einer halben Stunde zunächst nur an die Latte. Doch eine punktgenaue Flanke von Gutiérrez fand daraufhin Medina, der per Kopf mit seinem ersten Torschuss in der Bundesliga zum 2:0 traf. Wenn Union offensiv einmal auftauchte, dann fast nur über weite Einwürfe. Nach Wiederanpfiff dauerte es keine drei Minuten, bis Bayer mit dem ersten Abschluss der zweiten Hälfte wieder zuschlug. Gegen schläfrige Berliner legte Jarell Quansah von rechts für Schick auf, der mit links zu seinem zweiten Saisontreffer einschob. Union-Coach Mauro Lustrinelli reagierte mit einem Dreifachwechsel, doch ohne Erfolg. Maza krönte seine starke Leistung nach einem Doppelpass mit Schick mit einem Distanzschuss zum 4:0. Anschließend verhinderte Rønnow Schlimmeres. Leverkusen-Rückkehrer Moussa Diaby wurde bei seinem Bundesliga-Comeback mit Sprechchören gefeiert. Ex-Unioner Robert Andrich kam zu seinem 200. Pflichtspieleinsatz im Bayer-Trikot. Werder Bremen – RB Leipzig Nach dem ernüchternden Auftakt in Freiburg in der Vorwoche (1:4) dürfte sich die Stimmung in Bremen nun deutlich aufhellen, schließlich präsentierte sich das Team von Daniel Thioune plötzlich bissig, aggressiv und clever. Leipzig hingegen enttäuschte seine mitgereisten Fans, der Mannschaft von Neu-Trainer Martin Demichelis fehlte es fünf Tage vor dem Beginn der Königsklasse bei Como 1907 vor allem an der gewohnten Spritzigkeit und Ideen – so wurde es nichts mit dem zweiten Sieg im zweiten Bundesliga-Spiel. VAR nimmt Leipzig-Elfmeter zurück: Ballack wütet im Live-TV Nach einer schönen Kombination schob Dinkci kurz nach Anpfiff aus wenigen Metern direkt ein. Danach übernahm Leipzig allmählich die Kontrolle und drängte Werder in die Defensive, doch die Gäste taten sich zunächst schwer, sich gute Möglichkeiten herauszuspielen. Ein vermeintlicher Foulelfmeter wurde nach einem Videobeweis einkassiert, den Versuch von Christopher Nkunku , der nach seiner Rückkehr erstmals in der Startelf stand, parierte Werder-Keeper Karl Hein stark (29.). Auch angesichts der verletzungsbedingten Ausfälle von unter anderem Jens Stage, Felix Agu oder Justin Njinmah zeigte Werder keine fußballerische Feinkost, aber die Hausherren warfen sich in jeden Zweikampf – und versteckten sich keinesfalls. Leipzig schien von der Bremer Robustheit durchaus beeindruckt zu sein, die spielerische Klasse blitzte nur punktuell auf, ebenso die Schnelligkeit von Antonio Nusa oder Nkunku. Gerade in der Phase, als Leipzig wieder den Druck erhöhte, war plötzlich Füllkrug zur Stelle – der Fanliebling setzte einen Kopfball nach einer Ecke mit all seiner Erfahrung zu seinem ersten Werder-Treffer nach seiner Rückkehr ins rechte Eck. Borussia Mönchengladbach – SV Elversberg "Gladbach ist eine Hürde, die nicht viel kleiner ist als Leverkusen", hatte Elversberg-Trainer Vincent Wagner , der nach dem Erfolg gegen die Werkself keinen Grund für eine Veränderung in seiner Startformation sah, im Vorfeld gewarnt. Gladbachs Neuzugang Nicolas Kühn musste zunächst zuschauen und sah, wie sein neues Team früh in Führung ging. Nach einer Ecke bekam die SVE den Ball nicht richtig geklärt, Bolin köpfte den Ball aus kurzer Distanz ins Tor. Auf der anderen Seite traf Francis Onyeka frei vor Keeper Moritz Nicolas nur den Pfosten (13.). Mit Tempo ging es wieder in die andere Richtung, der Treffer von Wael Mohya zählte aufgrund einer Abseitsposition von Bolin jedoch nicht (15.). Gladbach blieb am Drücker, doch Mokwa nutzte eine Elversberger Kontersituation eiskalt aus. Für Aufregung auf Elversberger Seite sorgte dabei der zweite Treffer des Gladbacher Doppelpackers Hugo Bolin. Der Offensivspieler schlug nach einem schnell ausgeführten Einwurf von Tim Kleindienst erneut zu – die SVE schien überrumpelt, beschwerte sich aber im Anschluss wohl zurecht, dass Kleindienst zuletzt am Ball gewesen sei. Trainer Wagner diskutierte kurz nach Abpfiff der ersten Halbzeit erneut mit Schiedsrichter Martin Petersen, der dem Coach auf dem Weg in die Kabine die Gelb-Rote Karte zeigte - der SVE-Coach wird somit das Duell seiner Mannschaft mit Rekordmeister Bayern München in der kommenden Woche am Sonntag (ab 17.30 Uhr im Liveticker bei t-online) verpassen. "Da ist sehr viel Energie und unheimlich viel Liebe drin. Man steckt da unfassbar viel Arbeit rein. Dann spielen wir unser zweites Bundesligaspiel – und wir bekommen so eine Entscheidung", sagte Wagner. Er habe sich "einfach mal in Ruhe" mit dem Schiedsrichter unterhalten wollen: "Da war keine aggressive Bewegung." Auch die zweite Hälfte in Gladbach erlebte Wagner von der Tribüne aus. Doch nach dem Treffer von Joe Scally (56.) kam seine Mannschaft eindrucksvoll zurück. Krattenmacher brachte nicht einmal zwei Minuten nach seiner Einwechslung die Elversberger wieder ins Spiel, das bis zum Schluss umkämpft war. Keidel per traumhaftem Freistoß und erneut Krattenmacher ließen die SVE sogar noch jubeln. SC Paderborn – SC Freiburg "Habt ihr Bock auf Bundesliga?" Das fragte der Paderborner Stadionsprecher die 15.000 Zuschauer kurz vor dem Anpfiff. Die Antwort war lautstark. Und die Stimmung wäre beinahe noch weiter hochgekocht, denn die erste Chance in diesem ersten Saisonheimspiel hatte der Aufsteiger in der zweiten Minute: Da klatschte Freiburgs Torwart Mio Backhaus einen harmlosen Schuss von Marvin Pieringer nach vorne ab und machte die Situation dadurch erst gefährlich. Dann zeigte Freiburg, dass es ein eingespieltes Spitzenteam ist. Schon in der 5. Minute lenkte SCP-Torwart Nahuel Noll einen Schuss von Igor Matanović reaktionsstark um den Pfosten. Im Anschluss verhinderte er noch zweimal ein Tor des Stürmers. Maximilian Eggestein traf in der 26. Minute für die Freiburger. In der ersten Halbzeit war der Favorit noch in fast allen Belangen besser. In der zweiten Halbzeit aber gerieten die Breisgauer zeitweise schwer in Bedrängnis. In der 51. Minute stand Pieringer auf einmal frei vor Backhaus, wollte den Freiburger Torwart umspielen – aber der bekam gerade noch die Finger an den Ball, um die Situation zu klären. Angriff auf Angriff rollte nun auf das Freiburger Tor zu. Doch Tigges (54./66.), erneut Pieringer (63.) und auch Laurin Ulrich (64.): Sie alle schossen knapp vorbei. Die Freiburger brauchten gut 20 Minuten, um sich Entlastung zu verschaffen. Doch auch diese Phase ab der Mitte der zweiten Hälfte konnte ihrem Trainer Julian Schuster nicht mehr gefallen. Denn wenn es Ansätze zum Kontern gab, kam der letzte Pass nicht mehr an.

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