NINA, KATWARN & Co.: Warntag 2026: Das sind die wichtigsten Warn-Apps und das können sie
Wenn am Warntag, dem 10. September, die Sirenen heulen, sollten auch Warnmeldungen auf dem Handy erscheinen. Wir stellen die wichtigsten Apps vor und erklären, was sie können.
Am 10. September testet das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe um 11 Uhr die Alarm- und Signalanlagen. Nach etwa 45 Minuten wird die Entwarnung folgen.
Die Warnung erfolgt über eine Reihe von Kanälen: über Lautsprecherwagen und Sirenen sowie über Rundfunksender und App-Server. Diese verbreiten die Warnung dann an Fernseher, Radios und Smartphones. Auch auf großen (Werbe-)Displays werden sie zu sehen sein.
Das können die wichtigsten Warn-Apps
Für Smartphones gibt es vier Warn-Apps, deren Zweck es ist, Behörden-Warnungen und andere wichtige Hinweise wie zu Hochwasser auszugeben. Alle lassen sich über die Appstores von Android und Apple herunterladen.
- NINA (Notfall-Informations- und Nachrichten-App) vom Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe.(Hier geht es zur NINA-Seite)
NINA sendet Warnmeldungen, wie zum Beispiel vor Bränden, aber auch von der Polizei für besondere Lagen, etwa Bombendrohungen. Auch Wetterwarnungen des Deutschen Wetterdienstes und Hochwasserinformationen sind integriert.
Es lassen sich Warnungen für Landkreise, Gemeinden oder Umkreise von einem oder neun Quadratkilometern um einen frei wählbaren Ort auswählen und abonnieren. Ebenso möglich: die Warn-App für den aktuellen Standort einzustellen.
- KATWARN von öffentlichen Versicherern und Fraunhofer Fokus. (Hier geht es zur KATWARN-Seite)
Die erste Katastrophen-Warn-App Deutschlands. Sie verbreitet Warnmeldungen von Bund, Ländern und Behörden. Sowie von Polizei und Feuerwehr, dem Deutschen Wetterdienst und den Hochwasser- und Erdbebenzentralen.
Das Programm bietet auch Hinweise zu lokalen (Groß-)Ereignissen wie Musikfestivals. Außerdem lässt sie sich im Ausland nutzen und ist für E-Mail- und SMS-Warnungen ausgelegt. Sie lässt sich sowohl auf Smartphones als auch auf klassischen Handys nutzen.
- BIWAPP (Bürger-Info- und Warn-App) von der Marktplatz GmbH. (Hier geht es zur BIWAPP-Seite)
Die eher kleinere App hat ihre Stärken bei lokalen Infos: von Hinweisen zu Schulschließungen über Straßensperrungen und Polizeifahndungen. Großwarnungen über MoWaS, das zentrale Warnsystem des Bundes, werden ebenfalls versendet.
Biwapp bietet auch eine Notruf-Funktion, bei der man die (ungefähre) Adresse und/oder die Koordinaten des aktuellen Standorts anzeigen lassen kann. Praktisch, um in einer unbekannten Stadt zum Beispiel den Rettungsdienst zu rufen.
- WarnWetter vom Deutschen Wetterdienst. (Hier geht es zur WarnWetter-Seite)
Die Anwendung ist auf amtliche Unwetter-, Hitze- und Sturmwarnungen spezialisiert. In der Basisversion (kostenlos) lassen sich Standorte frei wählen, zudem gibt es Benachrichtigungen (Pushmeldungen) zu wichtigen Ereignissen wie Schnee, Glätte und so weiter.
In der kostenpflichtigen ist das Angebot um interaktive Karten und spezielle Vorhersagen zu Regionen (etwa Seegebiete und Alpen) oder dem UV-Index erweitert.
- So reagieren die Apps bei einer einer Warnung:
- Sie geben einen lauten Signalton aus (auch bei lautlosem Smartphone).
- Sie zeigen die Warnung direkt auf dem Sperrbildschirm des Handys an.
- Dazu liefern sie detaillierte Gefahreninfos etwa zur Art der Gefahr wie Brand, Unwetter oder Chemieunfall sowie Handlungsempfehlungen wie Verhaltensregeln.
Warntag 2026: In diesen großen Städten wird es laut
Wie die Umsetzung des bundesweiten Warntags vor Ort abläuft, unterscheidet sich von Region zu Region. Detaillierte Informationen, Zeiten und die jeweiligen lokalen Warnkanäle für die größten deutschen Städte haben wir hier für Sie zusammengefasst:
- Alles zum Warntag in Hamburg
- Alles zum Warntag in Berlin
- Alles zum Warntag in Köln
- Alles zum Warntag in Leipzig
- Alles zum Warntag in Dortmund
- Alles zum Warntag in München
Warnungen am Warntag erhalten auch ohne Apps
Wer solche Warn-Apps nutzt, sollte prüfen, ob Benachrichtigungen für Warnmeldungen aktiviert sind. Zudem sollte man sicherstellen, dass die Standorte abonniert wurden, für die Warnmeldungen einlaufen sollen. Zusätzlich empfehle es sich, den eigenen Standort in der jeweiligen App freizuschalten - dann erhalte man unabhängig von den abonnierten Orten auch Warnmeldungen für den aktuellen Aufenthaltsort.
Auch ohne App sollten die Warnung auf den Handys ankommen – über den Mobilfunkservice Cell Broadcast. Dabei wird, vereinfacht gesagt, eine Pushmeldung an alle Handys in einer Funkzelle verschickt. Das soll sicherstellen, dass auch Geräte ohne Warnapp, die amtlichen Warnungen erhalten. Das funktioniert allerdings nur für eingeschaltete Geräte. Ältere Handys sind mitunter nicht Cell-Broadcast-fähig.