Deutschlands bester Tennisspieler misst sich im Halbfinale mit einem Überraschungsteilnehmer. Und muss eine schwierige Phase überstehen. Alexander Zverev steht im Finale der US Open in New York und kämpft am Sonntag (ab 20 Uhr deutscher Zeit im Liveticker bei t-online) um seinen zweiten Grand-Slam-Titel. Er trifft dort auf den US-Amerikaner Ben Shelton, der seinen Landsmann Frances Tiafoe mit 4:6, 6:3, 6:3, 7:5 besiegte und zum ersten Mal im Endspiel eines Grand-Slam-Turniers steht. Zverev hatte sich in einem zeitweise hochklassigen Halbfinale am Freitag gegen die Turnier-Überraschung Karen Khachanov mit 6:3, 7:6 (9:7), 7:6 (8:6) durchgesetzt und steht damit zum dritten Mal in diesem Jahr im Endspiel eines Grand-Slam-Turniers. "Es wird unglaublich besonders", sagte Zverev voller Vorfreude. "Hoffentlich kann ich dafür sorgen, dass der amerikanische Traum nicht wahr wird." Erst im Frühsommer hatte der Hamburger bei den French Open den ersten Majors-Titel seiner Karriere feiern können, verlor später das Endspiel von Wimbledon gegen den Italiener Jannik Sinner . Erster Sieg seit Rückkehr: Ex-Unioner erlöst Schalke Mit Millionenstrafe: Fifa sperrt zwei Funktionäre lebenslang Bis Mitte des ersten Satzes dominierten im Halbfinale beide Spieler mit ihrem starken Aufschlag. Plötzlich wackelte bei Khachanov jedoch das erste Service, durch Fehler des Gegners holte sich Zverev das Break. Erstmals brüllte er seine Freude in Richtung seines Anhangs auf der Tribüne. Nach 37 Minuten gewann Zverev den ersten Satz, dabei erlaubte sich Khachanov mehr als doppelt so viele unnötige Fehler wie sein Gegner. Direkt zu Beginn des zweiten Durchgangs legte Zverev ein Break nach. Khachanov schimpfte wüst, kämpfte sich mit seiner Emotionalität aber zurück. Per Doppelfehler gab Zverev erstmals seinen Aufschlag zum 2:2 ab. Nach einem Ausrutscher an der Grundlinie lag Zverev auf dem Rücken, blieb aber unverletzt und konnte darüber lachen. Das Niveau der Partie stieg, im Tie-Break wurde es erstmals richtig packend. Zunächst agierte Zverev zu passiv, lag schon 3:5 hinten, kam jedoch zurück. Einen Satzball wehrte Khachanov noch spektakulär ab, verlor durch eine verschlagene Vorhand aber auch den zweiten Durchgang. Zverev breitete die Arme aus und ließ sich feiern. Im dritten Satz brachten beide Spieler souverän ihre Aufschläge durch, wieder musste der Tie-Break entscheiden. Dort wehrte er nervenstark zwei Satzbälle ab und durfte jubeln. Er kann nun als erster Deutscher seit Boris Becker 1989 den Titel von New York im Männer-Einzel holen. Das Spiel zum Nachlesen im Ticker: