Das Vertrauen in die Politik ist in Deutschland gering. Besonders unter AfD-Anhängern ist die Unzufriedenheit mit dem politischen System ausgeprägt, zeigt eine neue Allensbach-Umfrage. Eine große Mehrheit der AfD-Anhänger hält das politische System in Deutschland einer aktuellen Umfrage zufolge für eine "Scheindemokratie" ohne echte Mitsprache der Bürger. Wie aus der repräsentativen Befragung des Instituts für Demoskopie Allensbach im Auftrag der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" hervorgeht, vertreten 73 Prozent der AfD-Anhänger diese Ansicht. Nur 37 Prozent sehen die Demokratie als beste Staatsform an. Damit unterscheiden sich die AfD-Anhänger den Angaben zufolge klar von der Gesamtbevölkerung, in der zwei Drittel die Demokratie für die beste Staatsform halten. Für die Untersuchung wurden vom 4. bis 16. September 2026 insgesamt 1.051 Menschen ab 16 Jahren mündlich-persönlich befragt. Umfrage: Drei von vier Deutschen sind für die Bürgerversicherung Unzufriedenheit: Mehrheit spricht sich für Rücktritt von Friedrich Merz aus Zerbröselnde Staatsform: Leben wir schon in der Idiotenherrschaft? Nur eine Minderheit in der Bevölkerung, aber 69 Prozent der AfD-Sympathisanten sind laut Umfrage mit der demokratischen Grundordnung generell unzufrieden. Die Überzeugung, dass das politische System grundlegend verändert werden muss, ist demnach überdurchschnittlich stark in Ostdeutschland und in den schwächeren sozialen Schichten verbreitet, vor allem jedoch unter Anhängern der AfD . 83 Prozent der Gefolgsleute der AfD hängen dieser Position an, während diese Meinung bei den Anhängern aller anderen im Bundestag vertretenen Parteien ein Minderheitenvotum ist. Vertrauen in Politik sinkt Das Vertrauen in die Politik ist insgesamt gering: Nur sieben Prozent der Befragten haben großes Vertrauen, dass die Politik die richtigen Entscheidungen trifft und die Herausforderungen bewältigt. 53 Prozent äußerten begrenztes Vertrauen, etwa ein Drittel misstraut der Politik. Vor fünf Jahren lag dieser Anteil noch bei 17 Prozent, während der Zeit der Ampel-Regierung stieg er bereits auf 28 Prozent. Die aktuellen politischen, sozialen und wirtschaftlichen Entwicklungen belasten der Umfrage zufolge etwa die Hälfte der Befragten stark. Nur sechs Prozent fühlen sich davon weitgehend unbeeindruckt. In sozial schwächeren Schichten berichten 48 Prozent von zunehmenden Zukunftsängsten, in sozial besseren Schichten sind es demnach 22 Prozent.