Der mutmaßliche Pestausbruch in Russland hat international Aufsehen erregt. Nun wendet sich Außenminister Wadephul mit klaren Worten an Moskau. Nach dem mutmaßlichen Ausbruch der Lungenpest in Russland hat sich der deutsche Außenminister zu Wort gemeldet. Der "Bild" sagte Johann Wadephul: "Die Welt hat Fragen, darauf schuldet Russland Antworten." Mit Blick auf mögliche Risiken für Deutschland und Europa schloss Wadephul auch "konsequente Reisebeschränkungen" nicht aus. "Wir können und werden kein Risiko eingehen", so der Außenminister. Am 2. Oktober war eine 28-jährige Forscherin, die am Institut zur Bekämpfung von Pestkrankheiten im sibirischen Irkutsk arbeitete, unter bislang ungeklärten Umständen gestorben. Russische Medien brachten ihren Tod mit dem Pesterreger Yersinia pestis in Verbindung und berichteten, dass sie sich durch ein zerbrochenes Reagenzglas infiziert habe. Die russische Gesundheitsaufsicht wies den Verdacht, dass die Frau an Lungenpest gestorben sei, hingegen zurück. Als Todesursache nannte die Behörde stattdessen eine "Lungenentzündung unbekannter Art". Es wäre nicht das erste Mal: Biowaffen-Unfall in Russland? Geheimgespräche mit Russland: Trump wirft wohl Nord Stream in die Waagschale Unter der Woche folgten Meldungen über einen weiteren Todesfall in Irkutsk. Demnach könnte sich eine zweite Person mit der Lungenpest infiziert haben und daran gestorben sein. Hunderte Menschen waren nach dem ersten Todesfall in Quarantäne geschickt worden. WHO fordert Klarheit International haben die Berichte über einen möglichen Pestausbruch zahlreiche Reaktionen hervorgerufen. So verstärkte etwa die angrenzende Mongolei ihre Sicherheitsvorkehrungen. Die US-Regierung verlangt derweil genauere Auskünfte von Moskau . Präsident Donald Trump kündigte an, mit seinem russischen Amtskollegen Putin über den Pest-Verdacht sprechen zu wollen. Auch die Weltgesundheitsorganisation (WHO) forderte Russland zuletzt auf, für Klarheit zu sorgen. "Ein zeitnaher, vollständiger und transparenter Informationsaustausch im Rahmen der internationalen Gesundheitsvorschriften ist unerlässlich, um widersprüchliche Berichte zu klären und eine genaue Einschätzung potenzieller Risiken für die öffentliche Gesundheit zu ermöglichen", erklärte WHO-Chef Tedros Adhanom Ghebreyesus.