Der Kroate Nenad Bjelica übernimmt den Tabellenvorletzten der türkischen Süper Lig. In der Türkei trifft er auf einen Spieler, mit dem er eine besondere Geschichte verbindet. Der türkische Fußball-Erstligist Samsunspor hat sich mit dem kroatischen Trainer Nenad Bjelica auf eine Zusammenarbeit bis zum Saisonende geeinigt. Der 55-Jährige übernimmt den Tabellenletzten und kehrt damit in die Süper Lig zurück – eine Liga, die er bereits aus seiner Zeit bei Trabzonspor kennt. Bjelica tritt die Nachfolge von Thorsten Fink an. Der Deutsche musste nach fünf Niederlagen in Folge gehen, zuletzt verlor Samsunspor 0:3 gegen Trabzonspor, das von einem deutschen Trainerteam um Thomas Reis und Jérôme Boateng betreut wird. Es wird immer ungemütlicher: Hoffenheims Krise verschärft sich "Mein bestes Spiel": DFB-Star trifft und feiert Samsunspor steht mit vier Punkten aus sieben Spielen auf dem vorletzten Tabellenplatz. Den Angaben des Vereins zufolge reist Bjelica mit seinem Trainerteam per Privatflugzeug nach Samsun. Die endgültige Vertragsunterzeichnung und offizielle Vorstellung sollen nach Abschluss der letzten Formalitäten folgen. Tätlichkeit gegen Ex-DFB-Star Mit Bjelica endet bei Samsunspor eine ungewöhnliche Serie. Vor ihm hatten mit Markus Gisdol, Thomas Reis und Fink drei Deutsche den Klub trainiert. Bjelica bringt zumindest Bundesliga-Erfahrung mit: In der Saison 2023/24 betreute er Union Berlin in 22 Pflichtspielen. In der Süper Lig wartet auf Bjelica ein besonderes Wiedersehen: Mit Samsunspor trifft er auch auf Galatasaray Istanbul – und damit auf Leroy Sané . Während seiner Zeit bei Union Berlin hatte Bjelica für Schlagzeilen gesorgt, als er eine Tätlichkeit gegen den damaligen Bayern-Profi beging. Beim Streit um einen Ball an der Seitenlinie griff der Kroate Sané mehrfach ins Gesicht. Der Schiedsrichter zückte die Rote Karte. Der DFB verhängte eine Sperre von drei Spielen gegen den Trainer. Am 21. November treffen die Streithähne nun in Istanbul wieder aufeinander. Zuletzt war Bjelica bei Dinamo Zagreb tätig. Sein zweites Engagement beim kroatischen Rekordmeister endete im Dezember 2024 nach rund drei Monaten. In seiner ersten Amtszeit dort hatte er zwei Meisterschaften, einen Pokal und einen Supercup gewonnen.