Erst bleiben Treibstofftanker aus, dann folgen Hamsterkäufe. Auf Bali liegen bei Auto- und Motorradfahrern die Nerven blank. Sie bekommen kein Benzin. Vor Tankstellen auf der indonesischen Urlaubsinsel Bali haben sich in dieser Woche lange Fahrzeugschlangen gebildet. Treibstofflieferungen waren durch technische Probleme, schlechtes Wetter und eine stark gestiegene Nachfrage beeinträchtigt. Das teilt die Nachrichtenagentur AP mit Verweis auf örtliche Behörden mit. Auf der vom Tourismus abhängigen Insel warteten Motorräder und Autos stundenlang vor den Tankstellen. Die Schlangen reichten bis auf angrenzende Straßen, berichten Augenzeugen. Die Behörden betonten, die Engpässe seien nicht auf fehlende Treibstoffvorräte oder Turbulenzen an den weltweiten Energiemärkten zurückzuführen. "Es handelt sich ausschließlich um ein Verteilungsproblem", sagte Laode Sulaeman, Generaldirektor für Öl und Gas im Ministerium für Energie und Bodenschätze zu AP. "Ein Tanker hatte Verspätung, ist inzwischen aber eingetroffen. Seit gestern laufen die Lieferungen rund um die Uhr." Südtirol: Reinhold Messner rechnet mit Influencern ab Ekel-Vorfall an Bord: Qantas-Flug muss am Boden bleiben Tanker kann nicht vor Bali ankern Sulaeman zufolge hatte ein Tanker mit Treibstoff für Bali beim Vorbereiten des Entladens ein Problem mit dem Anker. Dadurch verzögerten sich die Lieferungen an die wichtigsten Treibstoffterminals der Insel. Hoher Wellengang und schlechtes Wetter bremsten außerdem die Transporte zum Sanggaran-Terminal in Denpasar und zum Manggis-Terminal im Osten Balis. Verstärkt wurde die Störung durch die hohe Nachfrage nach dem staatlich subventionierten Benzin Pertalite, das deutlich günstiger ist als nicht subventionierter Kraftstoff. Hinzu kamen Hamsterkäufe von Autofahrern, die Engpässe befürchteten und damit die Versorgung an einigen Tankstellen zusätzlich belasteten. Balis Gouverneur I Wayan Koster sagte, die Treibstoffvorräte in den Lagern seien weiterhin ausreichend. Er rief die Einwohner dazu auf, nicht in Panik zu geraten. Zusätzliche Lieferungen würden auf der Insel verteilt. Der staatliche Energiekonzern Pertamina erklärte, er beobachte die Versorgung genau. Zuvor war ein Tanker mit 18 Millionen Litern (4,8 Millionen Gallonen) Pertalite und 2,5 Millionen Litern (660.000 Gallonen) Pertamax eingetroffen. Pertamax ist ein nicht subventionierter Kraftstoff mit höherer Oktanzahl.