Andrea Ballschuh ist privatinsolvent. In einem Moment der Panik wurde der Moderatorin klar, dass sie sich Hilfe suchen muss. Mitte September machte "Volle Kanne"-Moderatorin Andrea Ballschuh öffentlich, im Februar Privatinsolvenz angemeldet zu haben. Sie erklärte "Bunte", sie habe ihre Schulden in Höhe von 230.000 Euro nicht mehr tilgen können. Zu Gast im MDR-Talk "Riverboat" hat Andrea Ballschuh über die gesundheitlichen Folgen des Drucks gesprochen, der ihrer Privatinsolvenz vorausging. Besonders eindrücklich schilderte die Moderatorin eine Panikattacke auf dem Weg zu einem Dreh für "Volle Kanne". Schon länger habe ihr Körper Warnsignale gesendet, sie habe unter Schlafmangel gelitten. Auf der Autobahn habe sie dann das Gefühl gehabt, die Fahrbahn werde von beiden Seiten enger. Aus Angst, ohnmächtig zu werden, sei sie auf einen Parkplatz gefahren. "Ich habe wirklich gedacht, ich sterbe", sagte Ballschuh. Sie habe die Situation zunächst nicht einordnen können. Andrea Ballschuh hatte körperliche Beschwerden Zwar schaffte sie es noch bis zum ZDF-Parkplatz, doch dort verschlechterte sich ihr Zustand. In der Nacht habe sie schließlich entschieden, ihre Selbstständigkeit aufzugeben. Ihr Körper habe ihr signalisiert: "Jetzt reicht’s, ich will nicht mehr." 230.000 Euro Schulden: ZDF-Moderatorin Andrea Ballschuh ist in Privatinsolvenz Auch die wirtschaftliche Entwicklung schilderte Ballschuh in dem Talkformat. 2022 habe sie vier Fernsehsendungen verloren. Eine Steuernachzahlung habe sie noch begleichen können – nicht aber die nachträglichen Vorauszahlungen für zwei Jahre. Solche Forderungen könnten Selbstständige im dritten Jahr ihrer Tätigkeit hart treffen, sagte sie. Hinzu seien eine Betriebsprüfung und die Trennung von einer Geschäftspartnerin gekommen. Kosten seien bei ihr allein hängen geblieben. "Das habe ich dann alleine nicht mehr geschafft." Andrea Ballschuh lebt heute von 1.500 Euro Heute lebe sie in Monaten ohne "Volle Kanne"-Moderation von 1.500 Euro; in den Monaten mit Einsätzen stehe ihr etwas mehr zur Verfügung. Sie habe lernen müssen, mit dem Geld auszukommen. "Ich bin da echt demütig geworden", sagte sie und beschrieb, dass sie Geld heute stärker wertschätze. Aus ihrer privaten Krankenversicherung sei sie herausgekommen, weil Freunde sie fest als Videocoach angestellt hätten. Trotz der knappen Mittel blickt Ballschuh inzwischen anders auf ihre Lage. "Die Insolvenz hat mich gerettet. Heute geht es mir wirklich so gut wie noch nie, auch wenn ich so wenig Geld habe, wie noch nie", sagte sie bei "Riverboat". Mit ihrer Offenheit wolle sie anderen Betroffenen Schuldgefühle nehmen. Außerdem plädierte sie für mehr Finanzbildung an Schulen.