Nach dem Arbeitsleben möchten sich viele Menschen einen Lebenstraum erfüllen und auswandern. Der Global Retirement Index zeigt, in welchen Ländern sich das besonders lohnt. Rund 200.000 gesetzlich versicherte deutsche Rentner und Rentnerinnen lassen sich die Rente monatlich ins Ausland überweisen. Und die Zahl steigt, denn viele Senioren sind fitter, gesünder und wohlhabender als die Generationen vor ihnen. Immer mehr Ruheständler erfüllen sich deshalb am Ende ihres Arbeitslebens den Traum, im Ausland zu leben. Besonders beliebt: die direkten Nachbarländer Österreich und die Schweiz. Bei Menschen, die im Ruhestand lieber höhere Temperaturen suchen, sind Spanien , Italien oder Portugal sehr gefragt. Doch welche Länder lohnen sich für Senioren wirklich ? Diese Frage versucht das Magazin "International Living" einmal im Jahr zu beantworten. Im Global Retirement Index (GRI) kürt es jedes Jahr ein Land zum Sieger: das Land, in dem sich der Ruhestand ganz besonders lohnen soll. Griechenland führt das Ranking an Der GRI von "International Living" für 2026 ist nun veröffentlicht. Daraus ergibt sich das folgende Ranking: Griechenland Panama Costa Rica Portugal Mexiko Italien Frankreich Spanien Thailand Malaysia Für die Analyse haben die Autoren Punkte in sieben verschiedenen Kategorien vergeben. Das sind: Wohnkosten, Visabestimmungen und Rentnerboni, Lebenshaltungskosten, Entwicklung und Regierung, Klima und Gesundheitsversorgung. Die letzte Kategorie ist eine sehr subjektive: die Präferenz der Autoren und Leser des Magazins. So würden die Erfahrungen von Personen, die selbst in den ausgewählten Ländern leben oder gelebt haben, mit in die Bewertung einfließen. Rentner kommen in Griechenland mit 2.200 Euro aus Der diesjährige Sieger, Griechenland, erzielte in allen Bereichen hohe Werte. Nach Angaben des Magazins könnten Rentner und Rentnerinnen mit einem Monatseinkommen von 2.500 US-Dollar (rund 2.200 Euro) ein komfortables Leben führen . Immobilien mit Meerblick gebe es schon für 160.000 Euro, für Wohnungen gehe es schon ab 40.000 Euro los. Das Gesundheitssystem sei modern, die meisten Ärzte und Pflegenden sprächen Englisch. Für über 70-Jährige rechnet "International Living" mit privaten Versicherungskosten um die 1.200 US-Dollar (rund 1.000 Euro) im Jahr. Für EU-Bürger ist Griechenland besonders komfortabel, da kein Visum benötigt wird. Für Nicht-EU-Bürger gibt es das Goldene Visum, das bei einer Investition von mindestens 250.000 Euro eine fünfjährige Aufenthaltserlaubnis ermöglicht. Nach sieben Jahren können Ausländer die griechische Staatsbürgerschaft erlangen. Wer sich das Goldene Visum nicht leisten kann, kann ein reguläres Visum bekommen, sofern er an ein monatliches Einkommen von mindestens 3.500 Euro nachweist. Auch in Steuerfragen ist Griechenland dem Magazin zufolge für Rentner attraktiv: Für Auslandsrenten gilt eine Steuerpauschale ("Flat Tax") von sieben Prozent pro Jahr für bis zu 15 Jahre. Südamerika punktet ebenfalls bei Senioren "International Living" hat auch die Länder veröffentlicht, die es nicht in die Top Ten geschafft haben, aber trotzdem sehr gut abgeschnitten haben. Aus Europa werden Irland und Malta noch als Top-Ruhestandsziele genannt, Ersteres ist für eine besonders hohe Lebensqualität bekannt, Malta punktet in Steuerfragen. Darüber hinaus werden viele süd- und mittelamerikanische Staaten positiv bewertet: Ecuador , Uruguay, Kolumbien , Belize, Nicaragua und die Dominikanische Republik finden sich alle in der oberen Hälfte des Rankings. Wer ernsthaft darüber nachdenkt, den Ruhestand im Ausland zu verbringen, hat viele gute Optionen zur Auswahl. Letztendlich ist die Entscheidung für ein Land aber sehr individuell: Für den einen können die günstigen Immobilienpreise am wichtigsten sein, für den anderen eine gute und günstige Gesundheitsversorgung. Darüber hinaus spielen Sprache, Kultur und Sozialleben eine wichtige Rolle.