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Fußverkehrs-Check in Neckargemünd: Die Fußgänger müssen noch warten

Von Christoph Moll

Neckargemünd. Dieses Projekt lag Hermino Katzenstein am Herzen. Das merkte man allein schon daran, dass der Grünen-Stadtrat und Landtagsabgeordnete eine mehrminütige Rede vorbereitet hatte. Darin versuchte er seine Kollegen im Gemeinderat von den Vorzügen eines Fußverkehrs-Checks für Neckargemünd zu überzeugen - am Ende vergeblich. Denkbar knapp lehnte das Gremium mit zehn zu neun Stimmen bei zwei Enthaltungen die Bewerbung in diesem Jahr ab, was Katzenstein "erschüttert" zurückließ, wie er gegenüber der RNZ erklärte.

Seit 2015 schreibt das Verkehrsministerium des Landes Fußverkehrs-Checks aus, für die sich Kommunen bewerben können. Dieses Jahr kommen acht Kommunen zum Zug. Bei diesem Check wird die Fußverkehrssituation analysiert und deren Weiterentwicklung geplant. Bürger, Politik und Verwaltung bewerten gemeinsam die Situation des Fußverkehrs. In Workshops und Begehungen werden Stärken und Schwächen erfasst und Vorschläge erarbeitet, wie die Wege zu Fuß künftig noch attraktiver und sicherer gestaltet werden können. Der Fußverkehr soll zudem stärker in das Bewusstsein von Politik und Verwaltung gerückt werden. Es könne sich somit eine neue "Geh-Kultur" entwickeln, die sich positiv auf die Lebensqualität in einer Kommune auswirke. Die Kommunen werden dabei durch ein Fachbüro unterstützt, das den Check vorbereitet, moderiert und auswertet.

Bürgermeister Frank Volk begrüßte die Initiative, weil Fußgänger das schwächste Glied im Verkehr seien, sah sie aber "aktuell mit gemischten Gefühlen". "Gemeinden, die den Check schon absolviert haben, haben von einer umfangreichen Arbeitsbelastung der Verwaltung berichtet", so Volk. Es komme über ein Jahr viel Arbeit auf die Fachbereiche Öffentlichkeitsarbeit, Ordnung und Tiefbau zu. "Und wer A sagt, muss auch B sagen und empfohlene Maßnahmen umsetzen", betonte Volk. Man könne das Papier nicht einfach drei Jahre in der Schublade lassen. Die städtischen Bediensteten hätten sehr viele Überstunden und Resturlaubstage, "und es kommen noch weitere Aufgaben", so Volk. "Ich wäre deshalb nicht undankbar, wenn wir es noch ein Jahr schieben könnten." Auch Anne von Reumont (CDU) sprach von einem "tollen Instrument" und lobte den "partizipativen Ansatz". "Ich bin aber auch für Verschieben, weil wir - auch in den Ortsteilen - noch viel Wichtiges abarbeiten müssen, bevor wir neue Baustellen aufmachen."

Dann legte Hermino Katzenstein los: "Geht’s gut?", fragte der Grüne. "Geht es sich gut zu Fuß in Neckargemünd?" Diese Frage müsse man sich stellen und gewissenhaft beantworten. Er erinnerte daran, dass unabhängig von den Verkehrsmitteln immer Fußetappen dabei sind. Der Fußverkehr sei das häufigste Verkehrsmittel. Das Expertenwissen, das der Check bringe, koste die Stadt nichts, aber sei nicht umsonst. Der Aufwand für die Verwaltungen sei überschaubar, berichtete Katzenstein von Gesprächen mit teilnehmenden Kommunen. Er erinnerte zudem an das einstimmig beschlossene Stadtleitbild, das den Punkt "Fußgängernetz ausbauen" beinhalte. Er könne nicht sagen, ob das Land nächstes Jahr noch die Checks fördert, gab Katzenstein zu bedenken.

Walter Berroth (SPD) konnte dies nicht überzeugen. Das Projekt sei "schon sinnvoll", aber er habe große Bedenken. "Jetzt fünf vor zwölf auf diesen Zug aufzuspringen, obwohl wir den Aufwand nicht kennen", sei nicht sinnvoll: "Wir sollten das Vorhaben weiter verfolgen, aber nicht zum jetzigen Zeitpunkt." Steffen Wachert (Freie Wähler) klang zunächst skeptisch: "Wir haben schon so viel Geld für Planungen ausgegeben und dann nichts gemacht." Mit der Teilnahme wecke man wieder Erwartungen, aber der Check sei dennoch eine "gute Sache", die er befürworte. Wacherts Fraktionskollege Giuseppe Fritsch sah es kritischer: "Wir haben es in 20 Jahren nicht geschafft, den Verkehr in der Altstadt auf die Reihe zu kriegen." Da könne man jetzt nicht ein neues Fass aufmachen: "Ich mach’ da net mit", sagte er. So sah es am Ende auch die Mehrheit. Volk sagte, dass niemand gegen eine Bewerbung sei. "Aber eben erst im nächsten Jahr."

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