Rhein-Neckar: Ein Hubschrauber fliegt die Hochspannungsleitungen ab
Heidelberg. (cab) Wenn man in diesen Tagen in der Region einen Hubschrauber sieht, der ziemlich nahe an die Hochspannungsleitungen heran fliegt, dann muss man sich eigentlich keine Sorgen machen. Denn wahrscheinlich handelt es sich um die Maschine der Meravo-Luftreederei, die im Auftrag der Syrna GmbH das Hochspannungsnetz kontrolliert.
Die Syrna ist eine Tochtergesellschaft des Energieversorgers Süwag. Dieser lässt seine Stromtrassen noch bis zum 23. Juli Meter für Meter abfliegen. Dabei sind die Experten nach Auskunft einer Süwag-Sprecherin sowohl an der Hessischen Bergstraße, im Rhein-Neckar- und im Neckar-Odenwald-Kreis sowie im Kreis Heilbronn unterwegs. Dabei wird jedes Detail genau unter die Lupe genommen. Geprüft wird der Zustand der Masten und ob die Leitungen beschädigt sind. Zudem wird nachgeschaut, ob Bäume inzwischen zu nah an die Trassen herangewachsen sind oder ob der Abstand zu Gebäuden stimmt.
Jede Beobachtung wird dokumentiert für eine Bewertung, ob etwas getan werden muss. "Die Kontrollflüge geben uns zusammen mit unseren Prüfungen vom Boden aus eine Gesamtübersicht über unsere Netze", erklärt Giacomo Nannavecchia, der für die Prüfung aus der Luft bei Syrna verantwortlich ist. "Wir erkennen bei den Flügen Einzelheiten, die wir vom Boden aus nicht sehen können." Die Flüge sind anstrengend. Sie erfordern höchste Konzentration und dauern oft mehrere Stunden. Die 110.000-Volt-Oberleitungen werden dafür nicht abgeschaltet, sondern stehen voll unter Strom.